Gegentor löst den Knoten

In der Challenge League gewinnt der FC Wil das abgetauschte Heimspiel gegen Le Mont mit 3:1. Dank zwei Toren Samir Fazlis realisieren die Wiler im zweiten Spiel des Jahres den ersten Sieg.

Simon Dudle
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Hart umkämpfte Partie: Wils Gjelbrim Taipi (vorne) wird von Le Monts Sehar Fejzulahi gefoult. (Bild: Gianluca Lombardi)

Hart umkämpfte Partie: Wils Gjelbrim Taipi (vorne) wird von Le Monts Sehar Fejzulahi gefoult. (Bild: Gianluca Lombardi)

FUSSBALL. Das Spiel begann für die Wiler mit zwei Pannen. Zuerst hatte es im Netz des einen Tores ein Loch, womit sich der Spielbeginn um ein paar Minuten verzögerte. Als der Ball dann rollte, gerieten die Ostschweizer früh in Rückstand. Wie schon sechs Tage zuvor bei der 0:2-Niederlage gegen Wohlen nutzte der Gegner den ersten Abschluss zum Führungstor. Eine Freistoss-Flanke von Florian Berisha verwertete Benjamin Kololli per Kopf zum 1:0 für Le Mont.

Hoher Unterhaltungswert

Trotz des missglückten Auftakts konnte Wils Trainer Francesco Gabriele hinterher von einem «absolut verdienten Sieg» sprechen. In Rückstand liegend lösten die Wiler den Knoten und glichen den Spielstand noch vor Ablauf der ersten halben Stunde aus. Wie schon beim ersten Treffer der Partie lag wiederum eine Flanke von der rechten Seite dem Treffer zugrunde. Gjelbrim Taipi bediente Captain Marko Muslin, der aus kurzer Distanz das 1:1 erzielte. Es folgte eine zweite Halbzeit mit hohem Unterhaltungswert. Nach rund einer Stunde und dem erstmaligen Wiler Führungstreffer musste Le Mont mehr fürs Spiel machen. Beim 2:1 profitierte Samir Fazli von einem zu kurzen Rückpass der Gäste. Der Mazedonier kam vor Goalie Johnny Leoni an den Ball und schob ins leere Tor

Fazli bester Wiler Torschütze

Da die Wiler in der Folge die Konter zu wenig konsequent fertig spielten, blieb es bis weit in die Nachspielzeit hinein spannend und Le Mont durfte lange auf den ersten Punktgewinn der Geschichte in Wil hoffen. In der 93. Minute machte Fazli nach schönem Durchspiel mit seinem zweiten persönlichen Erfolgserlebnis aber alles klar und bescherte den Wilern den erst vierten Heimsieg im elften Auftritt vor eigenem Anhang. Der Mazedonier ist seit September 2014 in Wil und nun mit sechs Toren der beste Torschütze der Ostschweizer. Bereits zum zweitenmal gelangen ihm im Bergholz zwei Tore in einer Partie. «Ich bin nicht der Matchwinner. Wichtig ist, dass das Team gewonnen hat. Das verleiht uns positive Emotionen», sagte Fazli. Die vom Abstieg bedrohten Waadtländer sind somit um beruhigende neun Punkte distanziert.

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