Auswärts gegen den Serienmeister: St. Otmars NLA-Mannschaft steht vor einem schwierigen Handballspiel

St.Otmar spielt am Samstag auswärts gegen Titelverteidiger Kadetten Schaffhausen. Die Partie beginnt um 18 Uhr.

Daniel Good
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Kein Durchkommen für St.Otmars Regisseur Andrija Pendic gegen seine ehemaligen Teamkollegen aus Schaffhausen.

Kein Durchkommen für St.Otmars Regisseur Andrija Pendic gegen seine ehemaligen Teamkollegen aus Schaffhausen.

Bild: Benjamin Manser

Schon drei Kanterniederlagen setzte es für St.Otmar in dieser Saison gegen Schaffhausen ab: 21:30 und 32:40 in der Meisterschaft und 20:38 auswärts im Halbfinal des Schweizer Cups. Die Kadetten sind seit 15 Jahren das Mass aller Dinge im Schweizer Clubhandball und holten seit 2005 elfmal den Meistertitel. Auch in der vergangenen Saison, als sie sich im Playoff-Final mit 3:0 Siegen gegen Pfadi Winterthur durchsetzten.

Letzter Auswärtssieg vor genau fünf Jahren

Nach Startschwierigkeiten hat sich Schaffhausen auch in dieser Spielzeit von der Konkurrenz abgesetzt und führt die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung vor Kriens-Luzern an. St.Otmar hat als Vierter neun Punkte weniger als Schaffhausen.

Die St.Galler verloren die vergangenen vier Partien in der NLA gegen die Kadetten. Der letzte Auswärtssieg der Ostschweizer gegen Schaffhausen datiert vom 15. Februar 2015.

Für St.Otmar geht es um die Verteidigung von Platz vier

St.Otmar steht am Samstag ein schwieriger Gang bevor. Immerhin können die St.Galler ohne Druck aufspielen. Sie sind schon für das Playoff der besten acht Mannschaften qualifiziert. Trotz grossem Verletzungspech im Herbst kann St.Otmar bis jetzt auf eine ansehnliche Saison zurückblicken.

Das vorrangige Ziel der Ostschweizer in den verbleibenden sieben Runden des Qualifikationspensums ist die erfolgreiche Verteidigung des vierten Tabellenplatzes. Dieser garantiert in den Playoff-Viertelfinals das Heimrecht im ersten Spiel.

Suhr Aarau rang den Kadetten ein Unentschieden ab

Der schärfste Gegner St.Otmars im Kampf um Rang vier ist Suhr Aarau, das Schaffhausen am Sonntag zu Hause einen Punkt abknöpfte. Suhr spielt heute auswärts gegen Pfadi Winterthur, das am nächsten Sonntag in St.Gallen antritt.

Auch wenn St.Otmar gegen den Serienmeister einmal mehr deutlicher Aussenseiter ist, tönt es unisono aus der Mannschaft:

«Auf ein Neues. Wir lassen nicht locker. Wir versuchen es immer wieder».

Einer im St.Galler Team wird besonders motiviert sein. Filip Maros gehörte in der ersten Saisonhälfte zur Schaffhauser Mannschaft.

Début von Filip Maros gegen den früheren Verein

Der fünffache Schweizer Nationalspieler kam mit den Kadetten aber nicht wie gewünscht zum Zug. Deshalb wurde der Vertrag aufgelöst und der Weg für Maros nach St.Gallen war frei. Am Samstag gibt der Rückraumspieler das Début für seinen neuen Club, mit dem er auf seinen jüngeren Bruder und EM-Teilnehmer Luka Maros trifft.

Wieder zur Verfügung steht St.Otmar der verletzt gewesene deutsche Linkshänder Max Höning.