Gegen den Abstieg, für die Sicherheit

Fussball. Heute kämpft der FC St. Gallen gegen Bellinzona ab 19.45 Uhr im Barrage-Rückspiel gegen den Abstieg aus der Super League, die Sicherheitskräfte gegen randalierende Fans.

Drucken
Teilen

Das letzte Spiel im ehrwürdigen Stadion Espenmoos wird von einem grossen Sicherheitsaufgebot begleitet. Gerold Hochreutener, der Sicherheitschef beim FC St. Gallen, spricht von einem «High-Risk-Spiel» – einem «Hoch-Risiko-Spiel». In und um das Stadion sei ein verstärktes Sicherheitsdispositiv vorgesehen. Man wolle niemanden provozieren, doch je nach Ausgang der Partie – der FC St. Gallen verlor das Hinspiel am Samstag in Bellinzona mit 2:3 – rechnen die Verantwortlichen mit unterschiedlichen Reaktionen der Fans. Gestern nachmittag trafen sich Vertreter des FC St. Gallen mit Polizei und Securitas zu letzten Absprachen. Das Stadion wird rund um die Uhr überwacht – gegen Souvenirjäger und Anhänger, die Knallkörper im Stadion verstecken wollen. Vor dem Spiel wird das Espenmoos dann nochmals durchsucht.

Stärkere Sektorentrennung

Die Sektorentrennung wird verstärkt, um den sogenannten Sektoren-Tourismus zu verhindern. «Es geht uns in erster Linie um die Sicherheit der Matchbesucher», sagt Hochreutener, der auch bei der Feuerwehr ein grösseres Aufgebot veranlasst hat. Zahlen will der Sicherheitschef aber keine nennen. Steige der FC St. Gallen in die Challenge League ab, gäbe es auch spezielle Sicherheitsempfehlungen für Spieler, Trainer und Vorstandsmitglieder. Dem FC St. Gallen genügt heute ein 1:0 oder ein 2:1, um sich den Ligaerhalt zu sichern.

Schäden im Comunale

Gegen jene St. Galler Fans, die im Barrage-Hinspiel in Bellinzona am Samstag einen Zaun im Stadio comunale niedergerissen haben, sind dem FC St. Gallen die Hände gebunden. «Stadionverbote aufgrund des Spiels im Tessin kann nur die AC Bellinzona aussprechen», sagt Hochreutener. Der Schaden im Stadion beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere zehntausend Franken. Die genaue Höhe der Schadenssumme im Stadio comunale stehe aber noch nicht fest, sagte Marco Degennaro, der Generaldirektor der AC Bellinzona. Stadionverbote seien noch keine ausgesprochen worden. Es werde aber bald zu einem Treffen der Club-Sicherheitsleute mit der Tessiner Polizei kommen. Degennaro lobte zudem die Zusammenarbeit der Tessiner und St. Galler Polizei. Es gab einige Personenkontrollen, verhaftet werden musste nach dem Barrage-Hinspiel aber niemand.

Für das Rückspiel in St. Gallen werden heute 400 Tessiner Anhänger erwartet. Das letzte Spiel im Stadion Espenmoos ist längst ausverkauft. Nach dem Spiel kommen die Fans zu einem legalen Espenmoos-Souvenir. Der FC St. Gallen verteilt Rasenstücke im A5-Format. (sda)

Aktuelle Nachrichten