Gegen 17 700 Tschechen und Jagr

Nach einer von uns Österreichern herausragenden Leistung beim Sieg gegen die Schweiz und einem beherzten Auftritt gegen Schweden erlitten wir im dritten Spiel einen Dämpfer.

Roger Bader
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Nach einer von uns Österreichern herausragenden Leistung beim Sieg gegen die Schweiz und einem beherzten Auftritt gegen Schweden erlitten wir im dritten Spiel einen Dämpfer. Wir kamen mit dem defensiven Konzept der Franzosen nicht zurecht und verloren gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Ligaerhalt.

In den zwei spielfreien Tagen ging es danach darum, uns physisch und mental zu erholen. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben des Trainerteams und des Staffs, diese Tage gut zu nutzen und psychologisch auf das Team einzuwirken. Wie bereiten uns professionell und mit technischen Hilfsmitteln auf die nächsten Gegner vor: Was sind Taktik, Schwächen, Schlüsselspieler? Wir suchen nach dem Plan, wie man den Gegner schlagen kann, auch wenn er übermächtig scheint.

Eine besonders schwere Aufgabe ist das heutige Spiel gegen Tschechien. Das Heimteam wird von 17 700 Zuschauern frenetisch angetrieben, besonders, wenn der 43jährige Altstar Jaromir Jagr die Scheibe übers Feld führt. Ihn von der Scheibe zu trennen, ist praktisch unmöglich. Wir versuchen es gar nicht erst. Wir wollen das zentrale Eis gut verteidigen und ihn und alle anderen tschechischen Spieler dazu verleiten, in die ungefährlichen Zonen auf den Aussenbahnen auszuweichen. Als Schwachpunkt der Tschechen haben wir die Zweikämpfe vor dem eigenen Tor erörtert. Auch die Goalieleistungen waren bisher bescheiden. Das versuchen wir auszunützen, um zu unerwarteten Punkten zu kommen, bevor es zu den entscheidenden Partien gegen Lettland und Deutschland kommt.

Roger Bader war jahrelang Cheftrainer des EHC Uzwil und Assistenzcoach bei verschiedenen NLA-Clubs. Seit 2014 arbeitet der Ostschweizer für Österreichs Verband und gehört an der WM zum österreichischen Trainerstab.

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