Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Handball: Gedemütigte Kadetten Schaffhausen greifen heute Suhr Aarau an

Heute Abend eröffnen die Kadetten Schaffhausen mit dem Heimspiel gegen Suhr Aarau die neue NLA-Handball-Saison. Der gestürzte Branchenprimus hat einen Umbruch eingeleitet und will zurück an die Spitze.
Stephan Santschi
Der neue Star der Kadetten Schaffhausen: Ex-Bundesliga-Profi Zarko Sesum.Bild: Sippel-Eigner/Imago (Kassel, 17. Dezember 2017)

Der neue Star der Kadetten Schaffhausen: Ex-Bundesliga-Profi Zarko Sesum.Bild: Sippel-Eigner/Imago (Kassel, 17. Dezember 2017)

Meister Wacker Thun, Cupsieger Pfadi Winterthur. Auch wenn die Titelträger der letzten Saison keine Unbekannten sind, so war es doch überraschend, dass die Kadetten Schaffhausen leer ausgingen. Erstmals seit 2013 blieb das Schweizer Aushängeschild ohne Pokal, selbstredend, dass dies den hohen Ansprüchen in der BBC-Arena nicht entspricht. Der Verein blies deshalb zum Umbruch, neun Spieler sind gegangen, sieben kamen dazu.

Der Königstransfer ist die Verpflichtung des 142-fachen serbischen Nationalspielers Zarko Sesum – der 32-jährige Rückraumspieler war zuletzt Captain beim Deutschen Bundesligisten Göppingen. «Vielleicht hat es uns gut getan, mal alles zu überdenken und zu hinterfragen», sagt Kadetten-Geschäftsführer David Graubner vor der neuen NLA-Saison, welche sein Team heute zu Hause gegen Suhr Aarau eröffnet. Neu in Schaffhausen ist auch der Trainer, Petr Hrachovec. Der Tscheche war in seiner ersten Amtszeit in Schaffhausen (2008 bsi 2013) sehr erfolgreich, führte das Team unter anderem zweimal in die Achtelfinals der Champions League, ehe er bei Präsident Giorgio Behr in Ungnade fiel. Alles vergessen, versichert Hrachovec, «ich bin keiner, der zurück schaut, das ist Vergangenheit. Ich habe einen Cut gemacht, das hier ist ein neues Team, alles beginnt bei Null.»

Pfadi sehnt sich nach dem ersten Meistertitel seit 2004

Erster Jäger der Kadetten oder vielleicht sogar Topfavorit auf den Meistertitel ist Pfadi Winterthur. Dank der neuen Halle (siehe Kasten rechts) haben die Zürcher deutlich verbesserte Trainingsbedingungen. «Damit befinden wir uns auf Bundesliga-Niveau. Mehr geht nicht», sagt der Chef Leistungssport Goran Cvetkovic. Was die Mannschaft mit dem ehemaligen Krienser Rückraumspieler Peter Schramm im modernen Zuhause drauf hat, deutete sie erstmals am letzten Sonntag an, als sie im Super-Cup Wacker Thun eine Lektion erteilte (26:17). Die Sehnsucht nach dem ersten Meistertitel seit 2004 ist in Winterthur jedenfalls gross.

Die Berner Oberländer aus Thun werden nach dem zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte wohl kleinere Brötchen backen müssen, gleich vier Leistungsträger sind nicht mehr verfügbar. Lenny Rubin und der Urner Lukas von Deschwanden wechselten in die Bundesliga, Viktor Glatthard ging nach Norwegen, Captain Roman Caspar trat zurück. Hinzu kommt die nicht zu unterschätzende Zusatzbelastung in der Champions League.

Goran Perkovac will mutige Krienser

Hinter den Top 3 der Liga formiert sich ein breites Verfolgerfeld, zu dem neben dem BSV Bern, Suhr Aarau und St. Otmar St. Gallen auch der HC Kriens-Luzern gehört. Aufgrund von Verschiebungen starten die Luzerner erst am übernächsten Samstag mit dem Heimspiel gegen St. Otmar St. Gallen in die NLA-Saison. Neu an der Seitenlinie steht Goran Perkovac, der Borba Luzern 1993 als Spieler zum bis heute einzigen Zentralschweizer Meistertitel im Männerhandball verholfen hatte. «Goran soll uns in Sachen Mentalität weiterbringen. Er ist extrem fordernd, macht keine Gefangenen. Wenn jemand nicht mitzieht, spielt er nicht. Doch er schenkt den Spielern auch viel Vertrauen», sagt CEO Nick Christen. Und Perkovac hält fest: «Ich möchte ein mutiges Team.» GC Amicitia Zürich, Gossau und Aufsteiger Basel dürften unter sich derweil den achten und letzten Playoff-Teilnehmer sowie den Absteiger ausmachen.

Männer, NLA

1. Runde. Heute. 19.30: Kadetten Schaffhausen – Suhr Aarau. – Donnerstag. 20.15: BSV Bern – Wacker Thun. – Samstag. 17.30: Wacker Thun – Pfadi Winterthur. – Sonntag. 17.00: RTV Basel – Fortitudo Gossau. St. Otmar St. Gallen – GC Amicitia Zürich.

2. Runde. Freitag, 7. September. 20.15: RTV Basel – GC Amicitia Zürich. – Samstag, 8. September. 17.30: Fortitudo Gossau – Suhr Aarau. – 18.00: HC Kriens- Luzern – St. Otmar St. Gallen (Krauerhalle).

Neue NLA Saison: Moderne Hallen und andere Trainer

Modus: Er bleibt derselbe wie letzte Saison. 10 NLA-Teams bestreiten in der Qualifikation 14 Spiele, anschliessend nehmen die Top 6 an der Finalrunde und die letzten 4 an der Abstiegsrunde teil. Sowohl Final- als auch Abstiegsrunde umfassen 10 Spieltage. Die 6 Teams der Finalrunde und die 2 besten der Abstiegsrunde bestreiten in der Folge die Playoff-Viertelfinals, ehe in Halbfinals und Final der Schweizer Meister erkoren wird (alle Playoff-Duelle im Best-of-5-Modus). Die beiden schlechtesten Mannschaften der Abstiegsrunde treten in einem Playout gegeneinander an (Best-of-5). Der Verlierer steigt in die NLB ab, der Sieger bleibt oben.

Schweizer Cup: Die Cupfinals der Männer und Frauen finden am Sonntag, 17. März, des kommenden Jahres in der neuen Berner Mobiliar-Arena in Gümligen statt.

Europacup: Wacker Thun wird die Schweiz in der Champions League vertreten. Angesichts der Konkurrenz ist ein Weiterkommen (mindestens Rang zwei) unwahrscheinlich, die Berner Oberländer treffen nämlich auf Riihimäen Cocks (Fi), Elverum (Nor), León (Sp), Wisla Plock (Pol) und Dinamo Bukarest (Rum). Schaffhausen, Winterthur und Bern spielen im EHF-Cup.

Trainer: Gleich die Hälfte der fünf NLA-Teams hat gegenüber dem Vorjahr einen neuen Trainer: Petr Hrachovec in Schaffhausen, Goran Perkovac in Kriens, Bo Spellerberg als Spielertrainer bei St. Otmar, Norman Kietzmann bei GC Amicitia Zürich und Markus Klemencic in Gossau. Dagegen gehen Thuns Martin Rubin und Winterthurs Adrian Brüngger schon ins 12. Jahr als Chefcoach.

Infrastruktur: Zwei Teams werden ihre Heimspiele in einer neuen Halle austragen: Pfadi Winterthur bezieht die 2000 Plätze fassende Axa-Arena, der BSV Bern nennt neu die Mobiliar-Arena in Gümligen sein Zuhause, welche ebenfalls 2000 Menschen Platz bietet. Kriens-Luzern ist auf gutem Weg, die Pilatus-Arena (4000) im Jahr 2021 einweihen zu können.

Fernsehen: Der Schweizer Sportkanal MySports überträgt wie schon letzte Saison vorzugsweise donnerstags diverse NLA-Live-Spiele über sein Basis-Angebot, welches frei im Kabelnetz empfangbar ist. Alle anderen Partien können weiterhin live auf der Web-Plattform handballTV und neu auch im Matchcenter der komplett überarbeiteten Website handball.ch verfolgt werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.