Gastspiel in Lugano
Leonidas Stergiou geht wohl nicht nach Genua – FCSG-Trainer Zeidler muss in Lugano nur auf Youan verzichten

Der FC St.Gallen trifft am Sonntag um 14.15 Uhr auswärts auf Lugano. Dabei müssen die Ostschweizer auf den gesperrten Thody Élie Youan verzichten. Der 19-jährige Innenverteidiger Leonidas Stergiou dürfte vorerst in St.Gallen bleiben.

Patricia Loher
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Bleibt vorerst in St.Gallen: Abwehrjuwel Leonidas Stergiou.

Bleibt vorerst in St.Gallen: Abwehrjuwel Leonidas Stergiou.

Martin Meienberger/Freshfocus

Der Transfer von Leonidas Stergiou zum Serie-A-Klub Genua kommt offenbar nicht zustande. Anscheinend konnten sich die Vereine nicht über eine Ablösesumme oder möglicherweise auch über die Ablösemodalitäten einigen.

Es heisst, St.Gallen soll für den 19-Jährigen vier Millionen Euro verlangt haben, was die Italiener offenbar nicht stemmen konnten.

Doch die Begehrlichkeiten dürften weiter gross sein: Immerhin ist der Toggenburger Abwehrchef in der Super League, er wurde von der Swiss Football League zum besten jungen Spieler des Jahres 2020 ausgezeichnet und ist Captain des U21-Nationalteams. Das Transferfenster schliesst erst Ende August.

Youan hat sich Vorwürfe gemacht

Somit gehört Stergiou auch am Sonntag im Tessin St.Gallens Aufgebot an. Die Ostschweizer sind mit dem Sieg in Lausanne und dem Unentschieden gegen Luzern ansprechend in die Saison gestartet. Ein Wermutstropfen war einzig der späte Ausgleich zum 2:2 am vergangenen Sonntag nach einer vor allem zu Beginn starken Leistung.

Der frühe Platzverweis gegen Youan nach einer gelb-roten Karte war ein Dämpfer, zumal er die Folge einer Schwalbe im Strafraum war. Zeidler sagt:

Peter Zeidler, Trainer FC St.Gallen

Peter Zeidler, Trainer FC St.Gallen

Ennio Leanza/Keystone
«Manchmal passieren solche Dinge reflexartig. Aber das sind Sachen, die man nicht macht.»

Youan habe sich selber Vorwürfe gemacht, zumal das Team am Ende nicht gewonnen hat. «Er fühlte sich verantwortlich. Aber auch andere können lernen, dass man stehen bleibt, wenn man nicht berührt wird», so der Trainer.

In der vergangenen Saison war Lugano ein Angstgegner der St.Galler. Die Ostschweizer gewannen keines der vier Spiele gegen die Tessiner und erzielten kein einziges Tor. «Das spielt keine Rolle mehr», sagt Zeidler. «Wir haben gegen Lugano auch schon gewonnen.» Letztmals im Januar 2020, als sich die St.Galler zu Hause mit 3:1 durchsetzten.

Mögliche FCSG-Aufstellung
Zigi; Lüchinger, Stergiou, Fazliji, Kempter; Diakité; Görtler, Guillemenot, Ruiz; Babic, Besio.

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