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Garanten für schnelle Zeiten

Franziska Inauen (32) und Isidor Christen (52) wissen, wie sich ein Sieg am Swiss City Marathon anfühlt. Und trotzdem starten beide nicht mit dem Ziel, wieder zuoberst auf dem Podest zu stehen.
Jörg Greb
Das Podest, nicht aber den Sieg im Fokus: der 52-jährige Isidor Christen aus Buchrain. (Bild: Hanspeter Roos (Luzern, 30. Oktober 2017))

Das Podest, nicht aber den Sieg im Fokus: der 52-jährige Isidor Christen aus Buchrain. (Bild: Hanspeter Roos (Luzern, 30. Oktober 2017))

Franziska Inauen und Isidor Christen haben den Swiss City Marathon geprägt. Sie sind dem Laufevent nicht nur seit den Pionierjahren treu, sie zeigten auch immer Topleistungen. Christen lief alle elf bisherigen Marathons – und das immer mit beeindruckenden Zeiten. Als Krönung glückte dem Buchrainer im letzten Jahr bei den Männern 50 der Kategoriensieg, nachdem er viermal zuvor in der Altersklasse M45 auf dem Podest gestanden war.

Auf bisher acht Teilnahmen blickt Franziska Inauen zurück: Zuerst absolvierte sie dreimal den Halbmarathon (2008–2010), danach lief sie über die volle Distanz. Von höchster Qualität sind die Marathon-Platzierungen: zweimal Dritte, einmal Platz 2 sowie die Overallsiege 2014 und 2017. Im letzten Jahr war es damit auch der Gewinn des Schweizer Marathon-Meistertitels.

Franziska Inauen freut sich nach ihrem Sieg beim Swiss City Marathon 2017. (Bild: LZ Boris Bürgisser (Luzern, 29. Oktober 2017))

Franziska Inauen freut sich nach ihrem Sieg beim Swiss City Marathon 2017. (Bild: LZ Boris Bürgisser (Luzern, 29. Oktober 2017))

Nicht zu viel Druck aufbauen

«Ich orientiere mich an meiner letztjährigen Siegerzeit von 2:52:49 Stunden», sagt Franziska Inauen. Die 32-jährige Luzernerin, die der Liebe wegen ins aargauische Windisch gezogen ist, stellt allerdings nicht die Zeit ins Zentrum. «Die Freude am Wettkampf, am Laufen, an der Bewegung sind für mich der Antrieb.» Zu viel Druck will sie nicht aufbauen, «schliesslich bin ich keine Maschine, die jederzeit Topleistungen abrufen kann.» Inauens Laufphilosophie zeigt sich auch darin, wie sie trainiert: ohne Verein, ohne Coach und ohne Trainingsplan. «Bei mir passiert vieles aus dem Bauch heraus», sagt die Ergotherapeutin, die mit körperbehinderten Kindern arbeitet. Sport und Beruf sind ihr wichtig, «sie ergänzen sich.»

Inauen richtet ihre sportlichen Aktivitäten nach ihrem Befinden und Gefühl. Im Vergleich zum Vorjahr tritt sie morgen mit klareren Vorgaben an: «2017 kam ich aus einer Phase, in der die Gesundheit im Vordergrund gestanden hatte.» Zudem lag ihr letzter Marathon in Luzern drei Jahre zurück. Den Sieg realisierte sie dennoch. Jetzt vermittelt ihr nicht nur der Erfolg aus dem letzten Jahr Zuversicht. Ebenso sorgen der Jungfrau Marathon (15. Rang) und der Gornergrat-Marathon (4.) für Selbstvertrauen. «Ich habe in den beiden Bergmarathons ein gutes Gefühl für meinen Lieblings-Flachmarathon geholt», sagt Inauen.

Bereit für den Marathon vom Sonntag fühlt sich auch Isidor Christen. Der Routinier aus Buchrain spricht allerdings nicht davon, seinen Vorjahressieg wiederholen zu wollen. Das hat seinen Grund. Der 52-Jährige von der Läuferriege Gettnau wurde an den Berlin Marathon eingeladen und ist beim Klassiker in der deutschen Hauptstadt gelaufen. Es liegen lediglich sechs Wochen zwischen diesen beiden Läufen. Erholt fühlt sich Christen zwar längst, von einem gezielten Aufbau kann aber nicht die Rede sein. «Ich trete in Luzern weniger fokussiert und ambitioniert an», relativiert Christen die Aussichten auf einen weiteren Sieg. Mit «starten und durchlaufen», umschreibt er sein Ziel. Dass aber auch mit dieser nicht idealen Vorbereitung eine gute Zeit drinliegt, weiss Christen. Ein Rang auf dem Podest und eine Zeit zwischen 2:48 und 2:55 Stunden hält der Buchrainer für realistisch.

Christen vertraut auf seine Erfahrung

Der gelernte Metzger, er arbeitet bei einem Grossverteiler, setzt auf seine Erfahrung: «Ich weiss, wie mein Körper reagiert und wie ich damit umgehen muss.» Angepasst hat Christen in den letzten Jahren seine Trainingsplanung: «Ich laufe jeden zweiten Tag, so kommt mein Körper zu genügend Erholung.» Wichtig ist für Christen auch, dass er mit der Intensität variiert und nicht übertreibt. Am Mittwoch stehe jeweils die Intervall-Einheit auf dem Programm, am Wochenende entweder ein Wettkampf oder aber ein zweites intensives Training. Mit dem Bike oder im Winter den Langlaufski fördert er seine Ausdauer zusätzlich. Und mit den Jahren sei auch ein gezieltes Krafttraining sowie Investitionen in den Laufstil und die Koordination immer wichtiger geworden. Die Vielfalt bereitet Freude und sorgt für genügend Motivation. «Ich staune hin und wieder selber, was ich noch zu leisten im Stande bin», sagt Isidor Christen mit einem Schmunzeln.

Hinweis

Infos: www.swisscitymarathon.ch oder www.luzernerzeitung.ch/marathon

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