Kolumne

Fussballspiele mit einem gutschweizerischen Kompromiss: Stehplätze sind verboten, Masken erlaubt

Hingehen oder nicht? Wenn im Juli wieder öffentliche Fussballspiele ausgetragen werden, stecken die hartgesottenen Fans in einer Zwickmühle.

Johannes Wey
Drucken
Teilen
Johannes Wey

Johannes Wey

Ralph Ribi

Ein Satz von «Mister Corona» Daniel Koch lässt Fanherzen höherschlagen: Ab Juli könnten Super-League­-Spiele vor Publikum wieder drinliegen.

Wichtig bleibt, dass Infektionsketten nachverfolgbar sind. Das Drängeln für Bratwurst und Bier können sich die Matchbesucher also abschminken.

In eine Zwickmühle kommen die Ultras: Lassen sie sich zu einem Matchbesuch hinreissen, könnten sie der Abschaffung von Stehplätzen und der Einführung personalisierter Tickets Vorschub leisten – gegen beides kämpfen sie seit Jahren.

Immerhin sind – als gutschweizerischer Kompromiss – Masken erlaubt, was den Pyromanen gefällt. So weit kann man ihnen ruhig entgegenkommen. Zündet einer eine Fackel, kann ihn der Stadionsprecher künftig ganz persönlich ansprechen: «Pyrotechnische Gegenstände sind im Stadion strengstens verboten, Herr Müller!»