Super League

Können die Vaduzer auch selber dominieren?

Nach der Länderspielpause geht es am Samstag in der Super League mit der 4. Runde weiter. Im Programm stehen um 19 Uhr die Spiele Servette gegen die Young Boys und Vaduz gegen Lugano.

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Trainer Mario Frick könnte die Vaduzer für den Match gegen Lugano etwas offensiver einstellen

Trainer Mario Frick könnte die Vaduzer für den Match gegen Lugano etwas offensiver einstellen

KEYSTONE/URS FLUEELER

Die Liechtensteiner, deren Aufstieg aus der Challenge League allgemein als Überraschung gewertet worden war, haben sich in den ersten drei Runden der neuen Saison mehr als bravourös geschlagen. Trotz des denkbar schwierigen Programms mit den Spielen gegen die besten drei Mannschaften der letzten Saison liessen sie sich in keinem Match klar distanzieren. Sie erreichten in Basel ein bemerkenswertes 2:2 und liessen sich danach von St. Gallen und in Bern von Meister YB nur mit jeweils 0:1 bezwingen.

Am Samstag, im Heimspiel gegen Lugano, ist Vaduz erstmals nicht von Vornherein der Aussenseiter. Es wird deshalb interessant sein zu sehen, ob die Mannschaft von Trainer Mario Frick wenigstens zeitweise dominierend auftreten kann und ein bisschen mehr riskieren wird als im letzten Match im Wankdorf, als die Liechtensteiner praktisch über 90 Minuten in der Defensive blieben (oder bleiben mussten).

Die Super-League-Spiele vom Samstag im Überblick:

Servette - Young Boys (Duelle der letzten Saison: 1:1, 3:0, 1:1, 2:4). - Samstag, 19.00 Uhr. - SR Fähndrich. - Absenzen: Stevanovic, Schalk (beide verletzt) und Ajdini (krank); Aebischer, Lauper, Martins, Petignat (alle verletzt), Camara und Garcia (beide Quarantäne). - Fraglich: - ; Von Ballmoos. - Statistik: In der vergangenen Saison brachte es nebst dem FC Basel nur Servette fertig, gegen den nachmaligen Meister YB keine negative Punktebilanz aus den vier direkten Begegnungen vorzuweisen. Bei den Bernern ist die Torproduktion in der Super League ins Stocken geraten. Über die späte Sommerpause hinweg erzielte die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane in fünf von sieben Spielen höchstens ein Tor. Das könnte sich ändern, wenn Torschützenkönig Jean-Pierre Nsame einen ganz genesenen Sturmpartner neben sich weiss: Meschack Elia hat in den englischen Wochen schon aufgezeigt, dass er die Möglichkeit hat, den weggezogenen Roger Assalé vollwertig zu ersetzen.

Vaduz - Lugano. - Samstag, 19.00 Uhr. - SR Jaccottet. - Absenzen: Coulibaly, Göppel (beide verletzt) und Ospelt (krank); keine bei Lugano . - Statistik: Nach dem denkbar schwierigen Auftaktprogramm mit den Spielen gegen Basel, St. Gallen und YB können die Vaduzer die Aufgabe im Heimspiel gegen Lugano mit einer etwas weniger defensiven Grundausrichtung angehen. Aber die Tessiner sind derzeit kaum zu schlagen. Ihre letzte Niederlage - ein 0:3 bei den Young Boys mit zwei Eigentoren - datiert vom 5. Juli, von der 28. Runde der letzten Saison. Seither hat Lugano also elfmal in Serie nicht mehr verloren.

Rangliste: 1. St. Gallen 3/9 (3:0). 2. Lausanne-Sport 3/7 (8:3). 3. Young Boys 3/7 (3:1). 4. Lugano 3/5 (6:5). 5. Basel 3/4 (5:5). 6. Servette 3/3 (2:3). 7. Sion 3/2 (2:3). 8. Luzern 3/1 (5:7). 9. Vaduz 3/1 (2:4). 10. Zürich 3/1 (3:8).