Champions League
Keine Zeit für Frust: Der FC Basel steht vor zwei entscheidenden Wochen

Hängende Köpfe, Frust und Enttäuschung. Der FC Basel nagt an diesem 0:0 gegen Ludogorets Rasgrad. Lange darf das nicht dauern. Es folgen zwei sehr zentrale Meisterschaftsspiele.

Sébastian Lavoyer
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Cheftrainer Urs Fischer wird in den nächsten Wochen gefordert sein: Es stehen gleich drei wichtige Partien an.

Cheftrainer Urs Fischer wird in den nächsten Wochen gefordert sein: Es stehen gleich drei wichtige Partien an.

Keystone

„Im Moment fühlt es sich wie eine Niederlage an“, sagt Luca Zuffi kurz nach dem Spiel. Denn das 0:0 gegen Ludogorets Rasgrad gestern setzt den FC Basel im letzten Champions-League-Gruppenspiel gegen Arsenal gewaltig unter Druck.

Die Basler müssen mindestens einen Punkt holen, wenn Ludogorets in Paris gleichzeitig ein Unentschieden schafft gar den Sieg und wenn „die Adler“ sensationell gewinnen würden, wäre unabhängig von Basels Leistung alles aus.

Erstmals seit sieben Jahren, erstmals seit Thorsten Fink mit dem FCB in der Europa-League-Gruppenphase hängen blieb, wäre Basel nach der Winterpause bloss noch in Meisterschaft und Cup vertreten. Es wäre eine riesige Enttäuschung.

Das fehlende Glück

Jetzt also kommt es zum Showdown gegen Arsenal. Ein weiteres Mal kommt es zum Bruder-Duell Xhaka gegen Xhaka. Darauf angesprochen reagiert Taulant etwas genervt, sagt: „Natürlich ist das so. Aber ich glaube, wir haben diese Erfahrung nun gemacht und das ist kein Thema mehr.“

Logisch, hätte er sich gewünscht, dass in dieser Partie nicht so viel auf dem Spiel stehen würden. Logisch, sitzt der Frust nach einem so enttäuschenden 0:0 in Sofia tief. „Uns fehlte das Glück. Wir hatten genug Chancen, aber der Ball wollte einfach nicht rein. Das Glück, das wir in der Super League zum Teil hatten, ging uns in der Champions League komplett ab“, so Xhaka.

Drei heikle Spiele innert zwei Wochen

Die Enttäuschung ist auch Präsident Bernhard Heusler anzumerken. Aber nicht nur im Hinblick auf die nun äusserst heikle Mission „Überwintern in Europa“, sondern auch in Bezug auf die Meisterschaft. „Jetzt kommen die Meisterschaftsspiele gegen YB und Sion, die fordern volle Konzentration.“ Es gilt für den FCB seinen komfortablen 15-Punkte-Vorsprung zu verteidigen. Doch dieser könnte rasch auf 9 Punkte zusammenschrumpfen, wenn der Serienmeister in den beiden Auswärtsspielen gegen den Dritten und dann gegen den Zweiten taucht.

Unmöglich ist das absolut nicht. Nach dem enttäuschenden 1:1 im Hinspiel gegen Ludogorets fiel der FCB aus dem Rhythmus. Bis dahin konnte er oft überzeugen, danach nur noch selten. Ein sehr dürftiges 1:0 im Cup gegen Zug und ein glückliches 2:1 in Lausanne folgten. Mit Sion und YB kommen nun zwei deutlich stärkere Gegner.

Wir dürfen also gespannt sein, wie lange die Basler an dieser gefühlten Niederlage nagen.​