Video-Kommentar

"Ich habe den Respekt vor Constantin endgültig verloren" – aber hat Fringer auch eine Mitschuld?

Die Prügel-Attacke von Sion-Boss Christian Constantin hält Ruedi Kuhn für "den absoluten Wahnsinn". Der az-Fussballexperte sagt, was das Schlimmste an der Tat ist und was Fringer besser nicht gemacht hätte in der jüngsten Vergangenheit.

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Fussballexperte Ruedi Kuhn kennt Christian Constantin schon lange und gut. Eskapaden des Sion-Präsidenten überraschen ihn deshalb nicht so schnell. Aber die Prügel-Attacke gegen Rolf Fringer, den TV-Experten bei Teleclub, hält auch Kuhn für den "absoluten Wahnsinn". Constantin hatte Fringer am Donnerstagabend nach dem Spiel Lugano-Sion geohrfeigt und dann noch getreten.

Kommentar Kuhn: "Dass man jemandem eine Fadengrade ins Gesicht schlägt, ist ja schon schlimm genug. Aber dann noch auf Fringer in den Rücken eintreten, als er schon am Boden liegt, ist unglaublich. Das muss Konsequenzen haben."

Mitschuld könne man Fringer in diesem Zusammenhang nicht geben. Aber: Was Fringer in den letzten Monaten mit Constantin gemacht habe durch seine persönlichen Kritik, gehe auch nicht. Fringer habe in den letzten zehn Jahren nie mehr was gerissen, so Kuhn. Er solle deshalb etwas mehr vor der eigenen Tür wischen, als andere anzugreifen.

Betreffend Constantin fordert Ruedi Kuhn eine harte Strafe. "Wenn er sich entschuldigen würde, könnte das mildernd sein. Aber Constantin macht ja sogar das Gegenteil und klagt Fringer ein."

"Ich kenne Constantin sehr gut. Ich hatte grossen Respekt vor ihm. Aber mit dieser Tat habe ich den Respekt endgültig verloren.“