Fussball

Gremium segnet Burgeners Konzept ab– jetzt muss die GV zustimmen

Der erste Schritt ist genommen: Ein siebenköpfiges Gremium hat am Donnerstag das Konzept von Bernhard Burgener und Marco Streller als reif genug empfunden, um es nun den Mitgliedern des FC Basel vorzulegen. Sie können am 7. April abstimmen.

Sébastian Lavoyer
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Bernhard Burgener

Bernhard Burgener

Keystone

Mit einem gemeinsamen Nachtessen endet der gestrige Abend für Bernhard Burgener und das Gremium um Star-Architekt Jacques Herzog. Zuvor präsentierte der mutmassliche neue FCB-Präsident zusammen mit Marco Streller, Alex Frei und Massimo Ceccaroni sein Konzept. Streller soll künftig als Sportchef fungieren, Frei und Ceccaroni sollen ihn dabei unterstützen.

Und dieses wurde vom siebenköpfigen Gremium als gut beurteilt. Dies hat der FC Basel in einem heute veröffentlichten Communiqué bestätigt. Als nächster Schritt wird das Konzept an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 7. April der Mitgliederversammlung zur Abstimmung vorgelegt.

Dann kann jedes der knapp 9000 Vereinsmitglieder über das Konzept von Burgener und Streller befinden. Ein bisschen Demokratie schadet nie. Vor allem aber geht es um die Legitimation der Lösung, darum, dass danach niemand dem Duo Heusler und Heitz vorwerfen kann, sie hätten sich einfach aus dem Staub gemacht, ohne sich um die Zukunft des Vereins zu kümmern.

Denn wer wird schon Nein sagen, wenn ein Gremium von Basler Grössen Ja gesagt hat? Kaum anzunehmen, dass Burgener dann noch gross jemanden überzeugen muss. Die Meinungen scheinen längst gemacht.

Immer wieder gab es Übernahme Gerüchte um den FC Basel. Ein Angebot von Red Bull soll es gegeben haben, eines von Gazprom. Alles Lösungen, die den abtretenden Bernhard Heusler und Georg Heitz irgendwie nicht behagten.

Am Tag nachdem bekannt wurde, dass Burgener und Streller gemeinsam ein Konzept vorlegen wollen, sagte Heusler: «Wir hätten auch einfach sagen können: Das ist ein Handwechsel auf Holding Ebene, ob ihr da ja oder nein sagt, ist uns egal, das interessiert uns nicht. Aber ich habe gemerkt, dass in Basel eine gewisse Angst besteht, dass – auch durch die vielen wirtschaftlichen Erfolge – die Leute, die die Aktien halten, diese über Nacht irgendjemandem verkaufen könnten. Deshalb haben wir dann diese Basler Lösung provoziert.»