Champions League
FCB-Trainer Raphael Wicky zur historischen Ausgangslage: «Das hätte ich unterschrieben»

Der FC Basel empfängt am Dienstag ZSKA Moskau im vierten Spiel der Champions-League-Gruppenphase. Mit einem Sieg und etwas Unterstützung aus Manchester könnte sich der FCB bereits für die Achtelfinals qualifizieren.

Céline Feller
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FCB-Coach Raphael Wicky könnte Historisches mit dem FCB erreichen.

FCB-Coach Raphael Wicky könnte Historisches mit dem FCB erreichen.

Keystone

«Wenn man mir das am Tag der Auslosung gesagt hätte, dann hätte ich das unterschrieben, das ist klar.» Raphael Wicky spricht damit die Ausgangslage vor dem Spiel des FC Basel gegen ZSKA Moskau an. Denn den Basler bietet sich die Chance, sich bereits nach vier Spielen der Champions-League-Gruppenphase für die Achtelfinals zu qualifizieren. So früh, wie sie das noch nie geschafft haben.

Gewinnt der FCB am Dienstag gegen Moskau und schlägt Manchester United zeitgleich Benfica Lissabon, dann sind die Basler hinter dem englischen Rekordmeister als Gruppenzweiter durch – egal was in den verbleibenden beiden Partien passiert. Denn ZSKA Moskau könnte mit zwei Siegen in den zwei verbleibenden Spielen zwar punktemässig an Basel heran kommen, würde jedoch nach den beiden verlorenen Direktbegegnungen den Kürzeren ziehen.

Unterstützung aus Manchester benötigt

Man habe sich diese «unglaublich gute Ausgangslage», wie Wicky sie nennt, erspielt und erkämpft. «Wir sind froh darüber. Das ist wie ich immer gesagt habe eine sehr, sehr schwierige Gruppe mit qualitativ guten Teams.» Aber, und das wollte Wicky erwähnt haben: «Es ist noch nichts erledigt oder erreicht. Wir wollen gar nicht zu viel antizipieren. Vor allem auch, weil wir nur beeinflussen können, was hier in Basel, nicht aber was in Manchester passiert.»

Die Engländer empfangen Benfica Lissabon im Old Trafford. Im Hinspiel gab es zwar nur ein glückliches 1:0 für United, das nach einem Torwartfehler zustande gekommen war, dennoch darf aber erwartet werden, dass der Gastgeber gewinnt. Im heimischen Old Trafford ist man in der Liga noch ohne Gegentor, im ganzen Kalenderjahr kassierte man gar keine einzige Niederlage Zuhause.

Weiterkommen nicht das Hauptthema

Aber zurück zum FC Basel. Dort sieht Torhüter Tomas Vaclik die Situation ähnlich wie sein Trainer. Man habe «ehrlich gesagt nicht davon ausgehen können, dass wir nach vier Spielen schon qualifiziert sein könnten. Immerhin sind wir in einer Gruppe mit Manchester United sowie dem portugiesischen und dem russischen Meister.»

Allzu viel an diese Ausgangslage denken möge er aber nicht. «Das ist nicht das Hauptthema für uns», sagt Vaclik. «Natürlich sind wir uns der historischen Chance bewusst. Ich habe gesehen, was auf Twitter darüber geschrieben wurde.» Aber der Fokus liege einzig auf dem Spiel am Dienstag.

Oder wie Wicky es sagt: «Wir müssen zuerst unsere Arbeit erledigen. Und das wird schwierig genug.» Schliesslich sei ZSKA Moskau eine gute Mannschaft und jedes Spiel habe seine eigene Geschichte. Im Vergleich zum Hinspiel kehrt mit Alan Dzagoev auch noch einer bei den Russen zurück ins Team, der beim 2:0-Sieg des FCB in Moskau noch verletzt zusehen musste. Für Wicky bildet der Routinier gemeinsam mit Aleksandr Golovin das Herz der Mannschaft.

Kriegen die Basler das kreative Zentrum der Russen ähnlich gut in den Griff wie im Hinspiel vor zwei Wochen, dann liegt aber Einiges drin. Dann kann man Geschichte schreiben. «Haben wir nach dem Match tatsächlich diesen Fall, dann wären wir sehr, sehr glücklich», sagt Wicky.

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