FUSSBALL: Zwei schöne Tore reichen nicht

Der FC Tobel-Affeltrangen empfing zum Saisonschluss den FC Tägerwilen. Das Spiel ging mit 6:2 an Tägerwilen. Trotzdem haben die Hinterthurgauer zum erstenmal in der Geschichte den Klassenerhalt in der 2. Liga geschafft.

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Der FC Tobel-Affeltrangen (gelb) darf auf eine gelungene Saison zurückblicken, auch wenn das letzte Spiel gegen Tägerwilen mit 2:6 verlorenging. (Bild: Mario Gaccioli)

Der FC Tobel-Affeltrangen (gelb) darf auf eine gelungene Saison zurückblicken, auch wenn das letzte Spiel gegen Tägerwilen mit 2:6 verlorenging. (Bild: Mario Gaccioli)

FUSSBALL. Tägerwilen kam besser in die letzte 2.-Liga-Partie der Saison gegen Tobel-Affeltrangen und kontrollierte die Anfangsphase. Tobel hatte Mühe, den gegnerischen Spielaufbau zu unterbinden. In der 23. Minute wurde Tägerwilen richtig gefährlich – und gleich klingelte es im Tobler Gehäuse. Ein Freistoss wurde flach an der Mauer vorbei in den Lauf eines Tägerwilers gespielt und dessen flache Hereingabe grätschte Votta ins Tor. Anschliessend wachte Tobel auf und setzte den Gegner unter Druck. Daraus resultierten Fehler in der Hintermannschaft Tägerwilens. Kühne vertändelte den Ball gegen Hollenstein, welcher an ihm vorbeizog und in der Mitte den völlig blank stehenden Lapcevic bediente. Dieser schob den Ball knapp am Tor vorbei. Tobel blieb am Drücker und kombinierte gefällig. In der 35. Minute setzte sich Jungblut auf rechts sehenswert durch und legte den Ball auf Pfister zurück. Dieser traf mit einem Direktschuss in die lange Ecke zum verdienten Ausgleich.

Spiegelbild der Rückrunde

Nur drei Minuten später das Spiegelbild der Tobler Rückrunde: Ein langer Ball in den Lauf von Pentrelli konnte von der Verteidigung nicht abgefangen werden, und Torhüter Schmid rasselte am Ball vorbei. Pentrelli schob dankend ins verwaiste Tor ein. Ein Konter in der 43. Minute und ein weiterer Abwehrfehler führten gar zum 1:3 vor der Pause. Die Flanke auf den zweiten Pfosten konnte Schwarz zwar abfangen, doch verlor er den Ball umgehend wieder an Gegenspieler Martin und dieser traf wuchtig in die lange Ecke. Dieser hohe Pausenrückstand war die Folge von Eigenfehlern.

Grosse Chancen verpasst

Nach der Pause kam Tobel wiederum engagiert und tonangebend aus der Kabine. Böhi hatte in seinem letzten Spiel für Tobel die grosse Chance auf den schnellen Anschlusstreffer, setzte den Ball aber über die Latte. Anschliessend scheiterten auch zweimal Pfister und Lapcevic aus guten Positionen. Besser und vor allem überragend machte es in der 74. Minute Hollenstein: Er tankte sich gegen drei Gegenspieler durch und netzte souverän in die lange Ecke ein. Der Anschluss war also hergestellt. Der Genickbruch folgte umgehend nach dem Anschlusstreffer. Tobel presste und zwang Tägerwilen zu einem unkontrollierten weiten Ball. Dieser landete bei Martin, welcher Pentrelli bediente – 2:4. Tobel bemühte sich nochmals und öffnete hinten zugunsten von mehr Offensivkraft. Die sich bietenden Räume nutzte Tägerwilen kurz vor Schluss zu zwei erfolgreichen Kontern und zum deutlichen 6:2-Entstand. Für Tobel endet so eine Saison mit vielen Hochs und Tiefs, welche mit dem Klassenerhalt zur Zufriedenheit aller endete. Ein spezieller Dank gilt dem Trainer- und Betreuerteam sowie den zurücktretenden und verdienten Spielern wie Rafael Böhi, Michi und Roli Schmid. Tägerwilen beendet die Saison auf Rang 7. (jp)