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Wenig Vorfreude und viel Skepsis auf die WM 2022 in Katar

Vielleicht eine Mammut-WM, ganz sicher eine Winter-WM: Die Endrunde 2022 in Katar wird auf jeden Fall besonders. Möglicherweise sind schon in vier Jahren 48 Mannschaften dabei.
Ralph Durry, Nicola Reimer (SID)
Eines der Stadien in Katar. (Bild: Neville Hopwood/Getty (Doha, 19. Mai 2017))

Eines der Stadien in Katar. (Bild: Neville Hopwood/Getty (Doha, 19. Mai 2017))

«Ob die WM 2022 mit 32 oder 48 Teams über die Bühne gehen wird, das wird in den nächsten Monaten entschieden.» Fifa-Präsident Gianni Infantino hält sich die Möglichkeit einer Aufstockung der WM in vier Jahren offen. Zuerst solle sich die Fifa mit Katar austauschen, «wenn es möglich ist, werden wir im Fifa-Rat darüber sprechen.»

Der stellvertretende WM-Organisationschef der Katarer, Nasser Al-Khater, hält eine Erhöhung der WM-Starterzahl von 32 auf 48 schon in vier Jahren «für machbar». «Entscheidend ist, dass alles zum Vorteil des Fussballs geschieht», betonte er. Offensichtlich ist, dass die Fifa in Bezug auf eine Aufstockung natürlich an den finanziellen Vorteil denkt, denn mehr Teilnehmer in Katar würden für den Weltverband höhere Einnahmen bedeuten. Eigentlich ist erst ab 2026 in den USA, Mexiko und Kanada die erste 48er-WM geplant.

Katar nach eigener Aussage «bestens vorbereitet»

Noch heute ist die Vergabe der WM 2022 an Katar höchst umstritten. Seit dem Entscheid des Exekutivkomitees der Fifa am 2. Dezember 2010 in Zürich hat es in regelmässigen Abständen teilweise eindeutige Anzeichen für das Fehlverhalten der damaligen Wahlleute im Exekutiv- komitee gegeben, die so etwas wie die «Keimzelle» des grossen Fifa-Skandals waren.

Während um die Jahreswende in New York der erste grosse Prozess im Fifa-Skandal sich eben auch zumindest am Rande mit der WM-Vergabe nach Katar befasste, sonnten sich auf der anderen Seite des Erdballs die Macher im Glanz der nächsten Endrunde. «Bestens vorbereitet» sei Katar, versicherte Hassan Al-Thawadi, der Generalsekretär des Organisationskomitees. Al-Thawadi sprach zuletzt auch von einem «sehr positiven» Bericht der Internationalen Arbeiterorganisation ILO.

Aber: In Katar entstehen auf den zahlreichen Baustellen neue Stadien – gefertigt unter teilweise unwürdigen Bedingungen, die in der Vergangenheit zahlreiche Menschenrechtsorganisationen auf den Plan gerufen hatten. Klar ist: 2022 muss der komplette Spielkalender modifiziert werden, da der Fifa mittlerweile eingefallen ist, dass es während der üblichen WM-Wochen in Katar im Sommer zu heiss ist. Gespielt wird deshalb vom 21. November bis zum 18. Dezember – ob die Adventszeit aber wirklich besinnlich wird, muss sich noch zeigen.

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