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Schweizer Team in Toljatti eingetroffen

Nach einem Flug ohne Zwischenfall landete die Schweizer Nationalmannschaft am Montag um 17.05 Uhr Ortszeit auf russischem Boden. In Toljatti, wo sie ihre Basis aufschlägt, will sie auf WM-Betriebstemperatur kommen.
Christian Brägger, Toljatti
Vladimir Petkovic bei der Ankunft in Samara (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Vladimir Petkovic bei der Ankunft in Samara (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Ein letztes Autogramm hier. Noch schnell ein Foto da. Valon Behrami ist gut gelaunt nach dem freien Wochenende und in der Klotener Abflughalle ein gefragter Mann. Granit Xhaka lächelt beim Besteigen des Swiss Charters einem Fluglotsen in die Kamera, man parliert kurz in der Muttersprache. Alles läuft in gewohnten Bahnen und der üblichen Schweizer Zurückhaltung ab, nur wenige Anhänger, vorwiegend Kinder, sind zugegen. Ist das die Ruhe vor dem Sturm oder einfach nur die Konzentration auf die Dinge, die da mit den drei Gruppenspielen unweigerlich und in grossen Schritten kommen mögen?

Etwas verspätet kommt Bewegung auf. Der Flieger rollt endlich auf die Startbahn, vielleicht holt er in der Marschtabelle ja auf und schafft die knapp 3000 Kilometer Flugdistanz nach Samara unter der vorgesehenen Zeit von 3:50 Stunden. Nochmals einen Moment innehalten, dann hebt der Airbus 321 mit Flugnummer LX 8910 exakt um 11.25 Uhr ab. Die wertvolle Fracht: 23 Spieler, flankiert von den Verantwortlichen des Verbands und dem Staff um Nationaltrainer Vladimir Petkovic, der gleich hinter dem Piloten in der ersten Reihe in der Businessklasse Platz genommen hat. So, wie er das immer tut. Der Sitz neben ihm ist frei, und dann kommt Antonio Manicone, Petkovics Assistent, der ihm auch jetzt nicht von der Seite weicht. Alles wie gehabt. Fliegen wir tatsächlich an die WM? Petkovic hat gesagt, ab diesem Montag erst werde es richtig losgehen. Von diesem Tag an gelte es, das erste WM-Gruppenspiel vorzubereiten. In der Luft gibt es weiterhin keine Spur von Nervosität, geschweige denn von WM-Romantik: Weder vorne in der Businessklasse – hier geniesst Behrami, beim Notausgang günstig sitzend, absolute Beinfreiheit – noch im hinteren Teil des Fliegers. Dafür hat sich die Swiss etwas einfallen lassen und die Kopfstützen mit Sprüchen wie «Mög de Tschuttigott und alles Glück vo dere Ärde mit euch sii!» verziert. Und zumindest das Unterhaltungsprogramm auf den kleinen Bildschirmen, die von der Decke heruntergeklappt sind, ist mit «Tom & Jerry» in der Endlosschlaufe für alle gleich, für mitreisende Journalisten wie Fussballer. Wenn man wählen müsste, möchte man lieber Tom oder Jerry sein?

Valon Behrami hat seinen Platz im Flugzeug nach Samara gefunden. (Bild: Laurent Gilliéron / Keystone (Zürich, 11. Juni 2018))
Nati-Trainer Vladimir Petkovic sitzt gleich hinter dem Piloten in der ersten Reihe in der Businessklasse (Bild: Laurent Gilliéron / Keystone (Zürich, 11. Juni 2018)).
Stephan Lichtsteiner gibt Shania ein Autogramm am Flughafen. (Bild: Melanie Duchene / Keystone (Zürich, 11. Juni 2018))
Wo ist mein Platz? Ricardo Rodriguez (links) und Manuel Akanji. (Bild: Laurent Gilliéron / Keystone (Zürich, 11. Juni 2018))
Alle haben ihren Platz gefunden. Die meisten Spieler sind in ihre Handys versunken. (Bild: Laurent Gilliéron / Keystone (Zürich, 11. Juni 2018))
Breel Embolo hat es sich gemütlich gemacht. (Bild: Laurent Gilliéron / Keystone (Zürich, 11. Juni 2018))
Nati-Captain Stephan Lichtsteiner bei der Ankunft in Samara. (Bild: Laurent Gilliéron / Keystone (Samara, 11. Juni 2018))
Der Team-Bus steht schon bereit. (Bild: Laurent Gilliéron / Keystone (Samara, 11. Juni 2018))
Francois Moubandje verlässt das Flugzeug. (Bild: Laurent Gilliéron / Keystone (Samara, 11. Juni 2018))
Mediensprecher Yannick Rappan (zweiter von rechts) zeigt Stephan Lichtsteiner den Weg. (Bild: Laurent Gilliéron / Keystone (Samara, 11. Juni 2018))
Im Torpedo-Stadion von Togliatti wird die Schweizer Nati trainieren. (Bild: Laurent Gilliéron / Keystone (Togliatti, 11. Juni 2018))
11 Bilder

Schweizer Nati auf dem Weg nach Russland

Nach Landung lacht Sonne der Schweiz entgegen

Nach Stunden der Musse, Reissalat und Quiche, die stimmig mit einem Silser-Fussballbrötchen gereicht werden, bereitet der Pilot die Landung vor. Er meldet noch, bei dem unwahrscheinlichen Fall einer Evakuierung müsse man das Handgepäck liegen lassen. Aber die Schweiz muss nicht evakuiert werden, auch wenn es geregnet hat und die Landebahn nass ist. Das wiederum ist dem Feuerwehrauto egal, das den Schweizer Flieger mit seinem Wasserstrahl begrüsst. Die Spieler steigen aus, eine kleine russische Delegation begrüsst sie, dann verschwinden sie aus den Augen. Es wartet eine Stunde Busfahrt, bis sie das Basiscamp in Toljatti an der Wolga, das Booking.com mit 9,2 Punkten bewertet, erreicht haben. Jetzt lugt auch die Sonne hervor, sie scheint richtiggehend Freude am Gast aus der Schweiz zu haben. Die Temperatur steigt auf 15 Grad. Ein gutes Zeichen?

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