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Public Viewings in der Ostschweiz: Wenig Andrang in St.Gallen

Die Bilanzen der Public Viewings fallen nach der Fussball-Weltmeisterschaft unterschiedlich aus: Während sich das grösste Public Viewing der Ostschweiz beim St.Galler Kybunpark mehr Besucher gewünscht hätten, konnten kleinere Veranstalter den Fan-Andrang teils kaum bewältigen.
Christoph Renn, Angelina Donati, Katharina Rutz
Das Public Viewing am Blumenmarkt war bei den Spielen der Schweizer Nationalmannschaft sehr gut besucht. (Bild: Benjamin Manser)

Das Public Viewing am Blumenmarkt war bei den Spielen der Schweizer Nationalmannschaft sehr gut besucht. (Bild: Benjamin Manser)

Das Public Viewing beim St.Galler Kybunpark, das grösste der Ostschweiz, war nur während der Spiele der Schweizer Nationalmannschaft ausgebucht. «Wir haben gespürt, dass viele grosse Mannschaften schon früh im Turnier ausgeschieden sind», sagt Benni Burkart, Leiter Stadionbetrieb und Event der FC St.Gallen Event AG. Im Vergleich zur WM in Brasilien vor vier Jahren habe jedoch vor allem ein Land gefehlt: Italien. «Diese Spiele waren jeweils immer sehr gut besucht.»

Spiele von unpopuläreren Teams haben jeweils nur knapp 300 Leute auf der Grossleinwand vor dem Kybunpark mitverfolgt. Platz hätten 6000 Besucher. «Diese waren aber froh, dass wir sämtliche Spiele der Weltmeisterschaft übertragen haben», sagt Burkart. Die etwas tieferen Besucherzahlen als vor vier Jahren hätten aber auch einen positiven Effekt. «Es ist enorm viel ruhiger und friedlicher geblieben», sagt Burkart. Nur nach dem Spiel Schweiz gegen Serbien sei es zu Handgreiflichkeiten gekommen.

Eine WM ohne 
gröbere Zwischenfälle

Nach dem Sieg der Schweiz gegen Serbien war die Stadtpolizei St.Gallen gefordert. Aus Sicherheitsgründen sperrte sie kurzzeitig die Innenstadt für den Verkehr. Zudem kam es beim Public Viewing vor dem Kybunpark zu einer Schlägerei. Dieser Vorfall blieb jedoch der einzige in der Stadt während der ganzen Weltmeisterschaft. Deshalb zieht Mediensprecher Dionys Widmer auch eine positive Bilanz aus Sicht der Stadtpolizei. «Es hat keine Unfälle gegeben und der Vorfall nach dem Spiel der Schweiz gegen Serbien blieb ohne Folgen», sagt er.

Blumenmarkt, BBC und Arbon sind zufrieden

Zufrieden zeigt sich auch Pro City, die Organisatorin des Public Viewing auf dem Blumenmarkt. «Alle 350 Sitzplätze waren immer besetzt», sagt Ralph Bleuer, Präsident von Pro City. Auch nach dem Ausscheiden der Schweizer Nationalmannschaft und des Deutschen Teams sei die Stimmung gut gewesen. Es sei speziell gewesen, dass einige Favoriten früh ausgeschieden seien. Trotzdem sei auch die zweite Austragung nach der EM auf dem Blumenmarkt für die Veranstalter ein Erfolg gewesen. Und Bleuer ergänzt: «Es gab keine Zwischenfälle und Fans aus allen Nationen haben friedlich miteinander gefeiert.»

«Wir konnten an jedem Spieltag viele Besucher willkommen heissen», sagt Rita Bolt vom «BBC» in Gossau. Dort sei jedoch speziell, dass der «Palmengarten», wo die Spiele übertragen wurden, ohnehin immer offen sei. «Deshalb kann ich nicht genau sagen, wer alles die Fussballspiele mitverfolgt hat und wer als normaler Gast im ‹BBC› war.» Sicherlich hätten sie aber vom guten Wetter in den vier Wochen profitiert.

Das schöne Wetter haben auch die Public Viewings am Bodensee gespürt. «Wir sind oft bis auf den letzten Platz ausgebucht gewesen», sagt Sandra Vogler vom FM1-Zelt in Arbon. Immerhin hätten 3000 Leute Platz gehabt. «Wir profitierten auch von den Leuten, die am See entlang spazierten und spontan zu uns gekommen sind.»

Die Organisatoren des Public Viewings in Horn sind ebenfalls zufrieden mit den Besucherzahlen. «Wir haben viele Stammgäste, die immer wieder gekommen sind», sagt Organisator Cello Fisch. Deshalb laufe bereits die Planung für das Public Viewing für die Europameisterschaft in zwei Jahren.

(Bild: Ralph Ribi)
(Bild: Ralph Ribi)
(Bild: Ralph Ribi)
(Bild: Ralph Ribi)
(Bild: Ralph Ribi)
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(Bild: Ralph Ribi)
(Bild: Ralph Ribi)
(Bild: Ralph Ribi)
(Bild: Ralph Ribi)
(Bild: Ralph Ribi)
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Die Bilder der Enttäuschung: So litt die Ostschweiz mit der Nati

Ein voller Erfolg in Buchs

«Extrem positiv», so die Bilanz von Harry Müntener. Der Geschäftsleiter von Marketing Buchs zeigt sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Weltmeisterschaften in der Buchser Fanmeile. Unter seiner Koordination haben sieben Gastrobetriebe zum diesjährigen Public-Viewing-Angebot beigetragen. Übertragen wurden die Fussballspiele im «Chez Fritz», dem «Guarany», in der «Gass», dem «Reflex», der «Z-Bar» und dem «Falken». Im «Dampfkessel» hingegen war explizit WM-freie Zone.

Die Kroaten waren begeisterte Besucher der Buchser Fanmeile, nicht nur – wie hier im Bild – am Finalspiel. (Bild: Alexandra Gächter)

Die Kroaten waren begeisterte Besucher der Buchser Fanmeile, nicht nur – wie hier im Bild – am Finalspiel. (Bild: Alexandra Gächter)

Harry Müntener sowie die anderen Gastronomen schwärmen vor allem von der Stimmung und dem Publikumsaufmarsch während der Schweizer Spiele in der für den Verkehr gesperrten Bahnhofstrasse. «D’Gass» war dann jeweils restlos ausverkauft. Besonders betont wurde von den Veranstaltern auch, dass es keinerlei Vorkommnisse wie Schlägereien gab.

Oberbüren wurde überrannt

Die Fussballhütte in Oberbüren war auch an dieser WM nahezu an jedem Spiel gerammelt voll, wie Mit-Organisator Kosmas Brühwiler im Interview erzählt.

Kosmas Brühwiler blickt zufrieden auf die Fussballweltmeisterschaft zurück. (Bild: Angelina Donati)

Kosmas Brühwiler blickt zufrieden auf die Fussballweltmeisterschaft zurück. (Bild: Angelina Donati)

Kosmas Brühwiler, an welchem Match war die Stimmung im Publikum besonders ausgelassen?

Das war ganz klar als die Schweiz gegen Serbien spielte. Es waren bestimmt 600 Leute, die den Weg hierher zu uns gefunden haben. Einige, die weder einen Platz zum Sitzen noch zum Stehen gefunden haben, mussten daraufhin leider sogar wieder gehen. An diesem Abend flossen über 1500 Liter Bier – das ist eindeutig ein Rekord. Hinzu kommt, dass es eine Bombenstimmung war. Die Gäste blieben bis in die Morgenstunden.

Wie muss man sich diese Stimmung vorstellen?

Gerade an diesem einen Match wurde wirklich extrem ausgelassen gefeiert. Will heissen: Es wurde auf den Tischen getanzt, Bier in alle möglichen Richtungen ausgeleert. Wir haben Becher und Geschirr zwar stets zügig abgeräumt, dennoch herrschte danach ein ziemlicher Dreck. Sogar von der Decke tropfte Bier. Zum Glück haben wir vor zwei Jahren extra stabile Tische angeschafft. Sonst wären diese zu Bruch gegangen.

Ideale Bedingungen also, um die Hütte zu erweitern?

Grösser werden wollen wir nicht. Genau das Familiäre macht es nämlich aus. Bislang helfen uns die Töchter und Frauen unseres Teams tatkräftig hinter der Theke und beim Servieren mit. Wenn wir mehr Sitzplätze anbieten würden, müsste auch das Team vergrössert werden, was nicht mehr dasselbe wäre.

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