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Japan: Mit neuem Trainer aus der Krise

Japan wechselt kurz vor der Weltmeisterschaft noch den Trainer. Er soll aus vielen talentierten Spielern wieder eine Einheit formen. Ein Weiterkommen dürfte schwierig werden.
Raphael Gutzwiller
Akira Nishino ist der neue Trainer Japans. (Bild: Yohei Fukai/Keystone)

Akira Nishino ist der neue Trainer Japans. (Bild: Yohei Fukai/Keystone)

Kurz vor der Weltmeisterschaft wechselte Japan den Trainer aus. Auf ­Vahid Halilhodzic folgte Akira Nishino. In einer kurzen Vorlaufzeit von nur drei Monaten soll der Japaner sein Land in die nächste Runde führen. Halilhodzic war sein Führungsstil zum Verhängnis geworden, dazu kam, dass man unter ihm schwache Resultate lieferte, unter anderem gegen Mali unentschieden spielte und gegen die Ukraine verlor.

Kritisiert wurde auch, dass Halilhodzic häufig auf bekannte Spieler verzichtete, etwa auf Dortmunds Shinji Kaga-
wa – mit ausbleibendem Erfolg. Die WM-Quali gelang Japan zwar zum fünften Mal in Folge, das alleine reicht aber nicht mehr. Nishino meinte beim Amtsantritt: «Es gibt Bereiche, in denen dem japanischen Fussball etwas fehlt. Ich glaube aber nicht, dass die Mannschaft auseinandergebrochen ist, wir schöpfen unser Potenzial nicht voll aus.» Doch auch die Testspielresultate unter Nishino sind nur wenig vielversprechend, gegen Ghana und gegen die Schweiz verlor man mit 0:2. Dabei verfügt Japan über mehrere hochkarätige Spieler, die sich in Topligen durchgesetzt haben, so etwa Captain Makoto Hasebe (Frankfurt), Spielmacher Shinji Kagawa (Dortmund) oder die beiden Stürmer Shinji Okazaki (Leicester) und Yoshinori Mutō (Mainz). «Der japanische Fussball hat seine eigene Spielweise, die Fähigkeiten, Disziplin und Organisation beinhaltet», sagte Ni­shino. «Ich möchte das als Basis verwenden, um darauf aufzubauen.» (rg)

Japan

Einwohner: 127 Millionen
Weltrangliste: 60
WM-Teilnahmen: 6
Bestes WM-Ergebnis: Achtelfinal (2002, 2010)
Gründung Verband: 1921
Beitritt zur Fifa: 1929

Besonderheit

In Japan ist es üblich, während des Jobs zu schlafen. Es gilt als Zeichen harter Arbeit, darum stellen sich einige schlafend, um einen guten Eindruck zu machen. Auch während Sitzungen ist es üblich, einzunicken.

Kader

Torhüter: Kawashima (FC Metz), Higashiguchi (Gamba Osaka), Nakamura (Kashiwa Reysol).

Verteidiger: Nagatomo (Galatasaray Istanbul), Makino (Urawa Red Diamonds), Endo (Urawa Red Diamonds), Yoshida (Southampton), Sakai (Olympique Marseille), Sakai (Hamburger SV), Shoji (Kashima Antlers), Ueda (Kashima Antlers).

Mittelfeld: Hasebe (Eintracht Frankfurt), Honda (Pachuca), Inui (Eibar), Kagawa (Borussia Dortmund), Yamaguchi (Cerezo Osaka), Haraguchi, (Fortuna Düsseldorf), Usami (Fortuna Düsseldorf), Shibasaki (Getafe), Oshima (Kawasaki Frontale).

Stürmer: Okazaki (Leicester City), Osako (1. FC Köln), Muto (FSV Mainz 05).

Trainer: Akira Nishino.

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