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Infantino: «Die beste WM überhaupt»

Fifa-Präsident Gianni Infantino ist begeistert von der WM in Russland. Der Schweizer spart nicht mit Lob für die Organisation – und gibt einen Ausblick auf die Endrunde in Katar 2022.
Florian Krebl (SID)
Fifa-Präsident Gianni Infantino im roten Kapuzenjäckchen der freiwilligen WM-Helfer. (Bild: Francisco Seco/AP (Moskau, 13. Juli 2018))

Fifa-Präsident Gianni Infantino im roten Kapuzenjäckchen der freiwilligen WM-Helfer. (Bild: Francisco Seco/AP (Moskau, 13. Juli 2018))

Gianni Infantino reckte breit grinsend den Daumen in die Kameras, bevor er WM-Gastgeber Russland auf das höchste aller Podeste hob. «Seit ein paar Jahren sagte ich, dass das die beste WM überhaupt sein wird. Und das kann ich heute bestätigen. Es ist die beste WM, die jemals stattgefunden hat», sagte der Fifa-Präsident am Freitag in Moskau. Im roten Kapuzenjäckchen, das eigentlich nur die freiwilligen Helfer tragen, war Infantino erschienen. Einerseits, um wie sonst auch den nahbaren Gianni zu geben, andererseits, um einer nahezu perfekten Organisation Tribut zu zollen.

Denn die Zahlen sind beeindruckend, das ist nicht von der Hand zu weisen. Wie Infantino mitteilte, lag die Stadionauslastung bei 98 Prozent. Sieben Millionen Fans besuchten die Fanfeste in den Spielorten, während drei Milliarden Menschen die Partien vor dem Fernseher verfolgten.

Globale TV-Quote für den Final von rund einer Milliarde Zuschauer

Alleine beim Final heute (17 Uhr, SRF zwei) zwischen Frankreich und Kroatien wird eine globale TV-Quote von rund einer Milliarde erwartet. Russland hat der Fifa ein Produkt geliefert, das sich erstklassig vermarkten liess.

Für die beeindruckende Durchführung der WM gab es vom Schweizer gar ein extra Lob in Landessprache. «Ich möchte den Russen, dem russischen Volk, danken. Spassibo Rossija.» Russland, das im Viertelfinal ausgeschieden war, sei eine «echte Fussballnation» geworden. «Die Hinterlassenschaft wird Russland an die Spitze stellen, was Fussball anbelangt», sagte Infantino.

«Sehr zufrieden» mit dem Videobeweis

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat sich vom Einsatz des Videoassistenten bei der WM in Russland höchst angetan gezeigt. «Wir sind sehr zufrieden, dass wir es eingeführt haben», sagte der Schweizer in Moskau: «Dank des VAR ist das Spiel gerechter geworden.»

19 Überprüfungen habe es laut Infantino in den bisherigen 62 Spielen gegeben, 16 falsche Entscheidungen wurden geändert. «Dieses System ist besser als die Vergangenheit. Es ändert den Fussball nicht, sondern hilft den Schiedsrichtern, bessere Entscheidungen zu treffen», sagte Infantino. Das Council des Weltverbandes hatte Mitte März den Videobeweiseinsatz für die Endrunde beschlossen. Zuvor war das technische Hilfsmittel von den Regelhütern des International Football Association Board (IFAB) in das offizielle Regelwerk aufgenommen worden.

Kritik dahingehend, dass die WM mit vier europäischen Mannschaften (Belgien, England, Frankreich und Kroatien) in den Halbfinals zu einem einseitig dominierten Kontinentalwettbewerb verkommen sei, liess Infantino nicht gelten. Vielmehr freut sich der 48-Jährige über den Finaleinzug der Überraschungsmannschaft aus Kroatien. «Ich denke nicht, dass Kroatien als Grossmacht des europäischen Fussballs gesehen werden kann», sagte er. Ausserdem seien die Ergebnisse der übrigen Konföderationen ein Ansporn, zukünftig «mehr zu tun, mehr zu investieren».

Die Zukunft zeichnet sich derweil auch für Infantino deutlich ab. Und damit ist nicht nur seine angestrebte Wiederwahl 2019 gemeint. Die WM 2022 wirft ihre Schatten voraus. Infantino betonte erneut, dass für ihn eine Aufstockung der WM in vier Jahren auf 48 Teams noch nicht vom Tisch sei. «Ob die WM 2022 mit 32 oder 48 Teams bestritten wird, das wird in den nächsten Monaten entschieden», betonte der Walliser mit italienischen Wurzeln.

Nächste WM mit 48 Teams oder 32 Teams ist noch nicht entschieden

Zuerst solle sich mit Ausrichter Katar ausgetauscht werden, «wenn es möglich ist, werden wir im Fifa-Rat darüber sprechen», sagte Infantino. Momentan greift die Aufstockung auf 48 Nationalmannschaften erst bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Bereits zuvor hatte Katar jedoch Interesse daran bekundet, schon 2022 die erste Mega-WM auszurichten. Deutliche Bestrebungen Infantinos in diese Richtung waren vor der Endrunde in Russland vom Fifa-Rat auf Eis gelegt worden.

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