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Nicht Neymar, nicht Mbappé, nicht Rakitic: Das sind unsere WM-Helden

An der WM in Russland schreiben nicht nur die grossen Namen wie Neymar oder Lionel Messi Schlagzeilen. Auch andere wissen aufzufallen – sei es aufgrund der sportlichen Leistungen, der Gesichtsbehaarung oder des Spitznamens.
Text: Laura Inderbitzin, Grafik: Florian Raatz

Stanislaw Tschertschessow (Russland)

«Schnurrbart der Hoffnung »
Missratene Vorbereitungsspiele, in der Fifa-Weltrangliste am schlechtesten klassiert und unbeliebt beim Volk. Russlands Trainer mit dem buschigen Schnauz stand vor keiner einfachen Ausgangslage. Doch im Verlauf der Heim-WM änderte sich das radikal. Es begann mit dem «Schnurrbart der Hoffnung»: Ein Moderator hatte dazu aufgefordert, Fotos mit echtem oder falschem Schnauz ins Internet zu stellen und so Solidarität mit der «Sbornaja» zu zeigen.

Tatsächlich folgten Tausende dem Aufruf. Auch auf dem Spielfeld stimmten die Leistungen der Russen plötzlich. Der ehemalige Nationaltorhüter hat es geschafft, Russland bis in den Viertelfinal zu führen. Er hat das Team verjüngt und es zu einer effizienten Truppe geformt. Tschertschessow mauserte sich vom Buhmann zum Volkshelden.

Guillermo Ochoa (Mexico)

«Die Mauer Mexikos »
Guillermo Ochoa blüht an Turnieren auf. Wie schon vor vier Jahren, als er gegen das übermächtige Brasilien das 0:0 mit mirakulösen Paraden gesichert hatte, glänzte er auch in Russland. Mit seinen Leistungen trug er zum Achtelfinal-Einzug der Mexikaner bei.So lenkte er beim 1:0-Sieg gegen Deutschland einen Freistoss von Toni Kroos in extremis an die Latte. Erstaunlich ist, dass Ochoa «bloss» bei Standard Lüttich spielt – den Sprung zu einem Topclub hat der 32-Jährige nicht geschafft.

Auf den sozialen Netzwerken wird er trotzdem gefeiert. Augenzwinkernd wird er als «Mauer von Mexiko» bezeichnet. Zudem mag Ochoa dem einen oder anderen bekannt vorkommen: Er sieht der Figur Ted Mosby aus der TV-Serie «How I Met Your Mother» bemerkenswert ähnlich und ist auch deshalb bekannt.

Yerry Mina (Kolumbien)

«Yerry, die Maus »
Beim FC Barcelona setzt sich Yerry Mina nicht durch. Von den Anhängern wird er kritisiert. An der WM sitzt der Kolumbianer im ersten Gruppenspiel gar noch auf der Bank. Doch nach dem Senegal-Spiel nennt man ihn «Mina de Oro». Goldmine. Yerry Mina ist es zu verdanken, dass die Kolumbianer es in den Achtelfinal geschafft haben: Der Verteidiger erzielte einen Treffer beim 3:0-Sieg gegen Polen und das entscheidende Tor fürs Weiterkommen gegen Senegal.

Im Achtelfinal gegen England rettete er seine Farben dank dem späten Ausgleich noch in die Verlängerung – erst im Penaltyschiessen war dann Schluss. Yerry Mina, der 1,95 m gross und nach der Maus aus «Tom und Jerry» benannt ist, war an der WM für Kolumbien Gold wert.

Andreas Granqvist (Schweden)

«Der Anti-Zlatan»
Der schwedische Captain hat auch den Schweizern das Leben schwer gemacht. Der 1,92 m grosse Andreas Granqvist köpfelte alles aus dem Strafraum, was angeflogen kam. «Granen», was übersetzt Fichte bedeutet, machte seinem Spitznamen alle Ehre.

Der schwedische Captain hat auch den Schweizern das Leben schwer gemacht. Der 1,92 m grosse Andreas Granqvist köpfelte alles aus dem Strafraum, was angeflogen kam. «Granen», was übersetzt Fichte bedeutet, machte seinem Spitznamen alle Ehre. Der Fussballer ist auch als «Anti-Zlatan» bekannt und definiert sich vor allem über Teamgeist und selbstlosen Einsatz. In der Gruppenphase erzielte er zwei Penaltytore und führte sein Team. Dafür verpasste er sogar die Geburt seines zweiten Kindes. Im Viertelfinal waren die Engländer dann aber Endstation, und Schweden musste nach Hause. Granqvist kehrt nun zu seinem Stammverein Helsingborg in die zweithöchste Liga zurück. Dort wird er Spieler und Sportchef.

Mile Jedinak (Australien)

«Australischer Älpler»
Wegen seiner üppigen Gesichtsbehaarung sticht Mile Jedinak sofort ins Auge. Doch nicht nur deswegen fällt der Australier auf. Der Captain war für die Teilnahme der «Socceroos» an der WM ausschlaggebend und hatte in der Barrage gegen Honduras alle drei entscheidenden Tore erzielt. In Russland war er für die einzigen beiden Tore der Australier verantwortlich, beide per Penalty. Für das Weiterkommen reichte dies jedoch nicht – Australien wurde Gruppenletzter.

Dank dem bärtigen Jedinak bleibt Australien den WM-Zuschauern trotzdem in Erinnerung. Ob seine Behaarung nun von einem Älpler inspiriert worden ist oder nicht doch eher eine Hipster-Modeerscheinung ist, sei dahingestellt. Hauptsache, es stört nicht beim Toreschiessen.

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