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FUSSBALL: Viele Chancen, wenige Tore

Die Partie zwischen dem FC Sirnach und dem FC Widnau endete 2:1 für die Hinterthurgauer. Die Teams haben in der Tabelle nun die Plätze getauscht.
Urs Nobel
Im Verlauf der Partie zwischen Sirnach (blau) und Widnau gab es immer mehr Fouls. Trotzdem blieb das Spiel jederzeit fair. (Bild: Urs Nobel)

Im Verlauf der Partie zwischen Sirnach (blau) und Widnau gab es immer mehr Fouls. Trotzdem blieb das Spiel jederzeit fair. (Bild: Urs Nobel)

FUSSBALL. Der FC-Sirnach-Speaker begrüsste die Zuschauer mit den Worten «Willkommen zum Abstiegsknüller». Zu einem Knüller geriet die Partie zwar nie, sie beinhaltete jedoch zahlreiche Chancen, mit Vorteilen auf Sirnacher Seite. Wären alle Möglichkeiten verwertet worden, hätte das Resultat am Schluss nicht 2:1, sondern gut und gerne 7:5 zugunsten des Heimteams ausfallen können.

Erster Treffer mit erstem Angriff

Der Sirnacher Anil Aydeniz setzte sich auf der linken Seite durch, kam in den Strafraum und traf zur frühen Führung. Erst nach 80 Minuten führte ein schöner Angriff – nach einer sehenswerten Verlagerung des Spiels – zum zweiten Sirnacher Treffer. Giuseppe De Filippo war es vorbehalten, den zügigen Angriff erfolgreich abzuschliessen. Der Torerfolg kam in einer Phase zustande, als die Rheintaler vehement auf den Ausgleich drückten, aber wie im gesamten Spiel nicht mit Abschlussglück gesegnet waren. Nach dem 2:0 musste Julian Bösch sogar mit grossem Einsatz den Ausbau der Führung verhindern. In der Nachspielzeit (94.) durfte Jasmin Abdoski noch ein persönliches Erfolgserlebnis feiern, als er seinem Gegner doch einmal enteilen konnte und zum 2:1 einschiessen konnte. Der Treffer war aber nur noch Resultatkosmetik, weil die Partie kurz danach abgepfiffen wurde.

Viele Torchancen

Das Niveau der Partie war wenig berauschend. Es ging gestern für beide Mannschaften um zu viel. Das animierte Spiel lebte dafür von vielen vergebenen Chancen, die in anderen Begegnungen für zwei oder mehr Siege gereicht hätten. Sirnach zeigte nach dem ersten Treffer seine Siegesambitionen mit zwei Kopfbällen Richtung gegnerisches Tor. Einmal ging der Abschluss knapp daneben, einmal stand Torhüter Kevin Zehrer auf dem Posten. Bevor Aydeniz die Möglichkeit für einen zweiten Treffer hatte, vergab auf Widnauer Seite Bösch eine Riesenchance. Abdoski scheiterte an einer mirakulösen Abwehr von Sirnachs Torhüter Adnan Radoncic, und Arifi setzte einen Kopfball auf eine stehende Standardsituation an die Latte. Dies nur einige der vielen Chancen der Partie.

Zwei zweifelhafte Szenen

Für den Blutdruck der Zuschauer sorgten Torhüter Zeber mit einer Händeabwehr ausserhalb des Strafraums und Bösch, der im Strafraum einen Elfmeter suchte, aber für eine Schwalbe (Unsportlichkeit) bestraft wurde.

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