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FUSSBALL: Verletzung hat Karriere zerstört

Der Frauenfelder Dominik Signer hat die Ärzte fast um ihren Verstand gebracht. Erst nach sechs Monaten langwieriger und mühsamer Untersuchung gab es endlich Gewissheit. Davor wollte er den Bettel schon fast hinschmeissen.
Ralf Rüthemann
Dominik Signer (links) hatte lange nicht nur mit dem Gegner, sondern auch mit Hüftschmerzen zu kämpfen. (Bild: Mario Gaccioli)

Dominik Signer (links) hatte lange nicht nur mit dem Gegner, sondern auch mit Hüftschmerzen zu kämpfen. (Bild: Mario Gaccioli)

FUSSBALL. Er war so gut dran, spielte mit Fabian Schär – dem heutigen Nati-Spieler – beim FC Wil, doch dann war Schluss. Dominik Signer träumte von einer Karriere als Fussballprofi. «Man weiss natürlich nie, ob ich es geschafft hätte, aber ich wäre sicher dran gewesen», sagt der 24jährige Frauenfelder. Zurückgeworfen hat ihn eine Verletzung, die sich über eine lange Zeit entwickelte. Seine Hüftkugel war nicht ganz rund, weshalb er diese bei einer Operation fräsen lassen musste.

Niemand weiss Bescheid

Doch bis es zur Operation kam, musste der damals 18jährige Thurgauer einiges über sich ergehen lassen. Niemand fand heraus, was er hatte. Nicht die Ärzte in St. Gallen und auch nicht jene in Zürich oder Basel. Man vermutete unter anderem, dass der Schmerz von der Zahnspange oder vom Rücken kommen könnte. Auch ein Leistenbruch kam zwischenzeitlich in Frage. «Weder mit Physiotherapie noch Massagen konnte man mir helfen.» Signer war kurz davor, ganz mit Fussball aufzuhören. Nach einem halben Jahr wurde er dann im Kantonsspital Winterthur über die wahren Gründe seiner Schmerzen aufgeklärt.

Diese Adduktoren-Probleme seien bis zu diesem Zeitpunkt ein ziemlich unbekanntes Leiden gewesen. «Heute würde man das Problem schneller erkennen», sagt Dominik Signer. Die Verletzung sei schleichend durch das viele Training gekommen. Immer mehr Fussballspieler, aber auch Eishockeyspieler, haben damit zu kämpfen. Ganz überwunden hat Signer diese Verletzung nicht, aber immerhin kann er seit der Operation wieder Fussball spielen – wenn er nicht gerade eine andere Verletzung hat.

Schon wieder verletzt

Die zweite Hälfte der vergangenen Saison spielte der Aussenverteidiger beim FC Frauenfeld mit einem Tape am Fussgelenk und im Moment trainiert er gar nicht, weil die Schmerzen zu gross sind. Was es diesmal genau ist, weiss er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. «Jetzt muss ich abwarten und bald ein MRI machen, dann schauen wir, wie es weitergeht.»

Sportschule besucht

Immerhin ist die aktuelle Verletzung nicht mehr ein so grosser Rückschlag für Signer wie das Adduktoren-Problem vor fünf Jahren. «Damals war ich schon ziemlich enttäuscht, denn in meinem Leben hatte sich alles um Fussball gedreht.» Als Junior besuchte er die Sportschule in Bürglen und kam danach in die U16- und U20-Abteilungen des FC Wil. Teilweise konnte er auch mit der ersten Mannschaft trainieren und Testspiele absolvieren. «Wir hatten eine gute Mannschaft beim FC-Wil-Nachwuchs. Aber als ich nach meiner Operation zurückkam, war es nicht mehr das Gleiche.» All seine ehemaligen Kameraden hatten entweder den Club verlassen oder ganz in die erste Mannschaft gewechselt, so zum Beispiel Fabian Schär.

Signer wechselte zum FC Frauenfeld, wo er früher schon bei den D-Junioren gespielt hatte. Heute passt es ihm sehr gut bei den Kantonshauptstädtern in der 2. Liga interregional, sowohl fussballerisch als auch kameradschaftlich. «Ich will hier bleiben, wir verstehen uns super im Team.»

Bild: RALF RÜTHEMANN

Bild: RALF RÜTHEMANN

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