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FUSSBALL: Schützenfest gegen Panama

Deutliches Verdikt beim Spiel zwischen der Schweizer Nationalmannschaft und Panama: Es gibt gleich ein 6:0 für das Team von Vladimir Petkovic. Einige Spieler nutzen dabei ihre Chance in der Startelf.
Raphael Gutzwiller, Luzern
Der Schweizer Stürmer Breel Embolo lupft den Ball über Panama-Goalie Jaime Penedo hinweg und erzielt so das 3:0. (Bilder: Philipp Schmidli (Luzern, 27. März 2018))

Der Schweizer Stürmer Breel Embolo lupft den Ball über Panama-Goalie Jaime Penedo hinweg und erzielt so das 3:0. (Bilder: Philipp Schmidli (Luzern, 27. März 2018))

Raphael Gutzwiller, Luzern

Spannend war es gestern Abend in der Luzerner Arena maximal 20 Minuten lang. Danach traf Blerim Dzemaili zur 1:0-Führung. Es sollte das Tor sein, das den Bann in diesem Testspiel gegen Panama lösen sollte. Schon zuvor hatte die Schweiz, die von Beginn weg deutlich überlegen gewesen war, einige Torchancen vergeben. Bis zur 39. Minute war das Spiel aber definitiv entschieden, schon drei weitere Treffer für Rot-Weiss waren gefallen, die Torschützen: Granit Xhaka, Breel Embolo und Mario Gavranovic. Zum Spielende blieb das Skore bei 6:0 stehen, es hätte durchaus noch höher ausfallen können, wenn die Schweizer das Tempo weiter hochgehalten hätten. Gerade in der ersten Halbzeit hatten sie vor Spielfreude gesprüht und eine überzeugende Vorstellung abgeliefert.

Trotz des durchaus berechtigten Lobes: Die Leistung der Schweizer muss bei der Betrachtung des Gegners relativiert werden. Panama blieb 90 Minuten lang den Beweis schuldig, weshalb es an der WM teilnehmen darf. Panama sollte eigentlich den Schweizer WM-Gegner Costa Rica simulieren. Costa Rica dürfte in Russland aber wohl deutlich stärker einzuschätzen sein. Die Qualität Panamas im gestrigen Spiel erinnerte eher an diejenige von Schweizer Super-League-Teams. Viele Ballverluste waren technischen Fehlern geschuldet, und mit dem hohen Tempo der Schweizer, die sich die europäischen Topligen gewohnt sind, konnte Panama in keiner Phase des Spiels mithalten. Die Schweizer dagegen demonstrierten eindrücklich, dass sie es inzwischen gelernt haben, gegen die «kleinen Gegner» das Spiel zu machen – und Tore zu schiessen.

Dass alles so leicht aussah, war vielleicht auch einem Schachzug von Nationaltrainer Vladimir Petkovic zu verdanken. Er hatte sich nämlich entschieden, auf eine Elf zu setzen, die in dieser Konstellation an der WM bestimmt nicht auflaufen wird. Einige Spieler, die in Russland wohl als Ersatzspieler vorgesehen sein werden, erhielten die Chance, sich zu beweisen – und nutzten sie. Insbesondere Stürmer Mario Gavranovic spielte sich in den Fokus, war an drei der sechs Toren beteiligt. Petkovic hatte nur gerade drei Spieler, die gegen Griechenland am Freitag in der Startelf gestanden hatten, erneut in die Anfangsformation beordert: Xhaka, Dzemaili und Embolo.

Anhänger gehen glücklich nach Hause

Das eigentlich unbedeutende Testspiel war für die Zuschauer dank den sechs teilweise äusserst ansehnlich herauskombinierten Toren herzerwärmend. Das war durchaus nötig, denn im Luzerner Stadion war es kalt, und es regnete teilweise in Strömen. Deshalb erstaunte es auch nicht, dass sich der Zuschaueraufmarsch in Grenzen hielt. Die 8600 Zuschauer, die gekommen waren, dürften sich aber glücklich auf den Heimweg gemacht haben, was auch ein Ziel der Schweizer Mannschaft gewesen war. Granit Xhaka, der zum zweiten Mal überhaupt die Nationalmannschaft als Captain aufs Feld führte, hatte nämlich schon im Vorfeld gesagt: «Nur mit einer guten Leistung können wir das Publikum hinter uns bringen.» Zumindest gegen Panama ist dieses Vorhaben gelungen. In den Schlussminuten erhoben sich die Zuschauer und sangen: «Steht auf, wenn ihr Schweizer seid!»

Dass diese Unterstützung wichtig ist, wissen die Schweizer spätestens seit der EM-Vorbereitung 2016. Damals verlor die Schweiz beide Testspiele im März in Irland und gegen Bosnien-Herzegowina mit 0:1 respektive 0:2, und die Vorfreude sank auf den Nullpunkt. Die jetzt erreichten Siege und die vielen Tore gegen Panama geben den Spielern dagegen Selbstvertrauen für die Aufgaben in ihren Vereinen – und Mut für die WM.

Panama – Schweiz 6:0 (4:0)

Swisspor-Arena, Luzern. – 8600 Zuschauer. – SR Drachta (AUT).

Tore: 22. Dzemaili (Gavranovic) 1:0. 31. Xhaka (Foulpenalty/Foul an Dzemaili) 2:0. 33. Embolo 3:0. 39. Zuber (Gavranovic) 4:0. 49. Gavranovic (Zuber) 5:0. 68. Frei (Drmic) 6:0.

Schweiz: Bürki; Lang (69. Lichtsteiner), Elvedi, Djourou, Moubandje; Xhaka (69. Schär); Embolo (46. Freuler), Gelson Fernandes (58. Frei), Dzemaili (46. Drmic), Zuber; Gavranovic (58. Seferovic).

Panama: Penedo; Murillo (46. Quintero), Machado, Roman Torres, Cummings, Ovalle; Camargo (34. Barcenas), Gomez, Godoy, Avila (46. Cooper); Gabriel Torres.

Bemerkungen: Schweiz ohne Behrami, Shaqiri, Mehmedi, Zakaria, Derdiyok und Hitz (alle verletzt). 63. Pfostenschuss von Seferovic.

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