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FUSSBALL: Prominente Comebacks

Zahlreiche Bundesligisten dürfen in der Rückrunde mit der Rückkehr von Leistungsträgern rechnen: Marco Reus bei Dortmund, Jonas Hector bei Köln, Alexander Meier in Frankfurt.
Nicolas Reimer (sid)
In Dortmund warten sie sehnlichst auf die Rückkehr von Marco Reus. Bald ist es so weit. (Bild: Martin Meissner/AP)

In Dortmund warten sie sehnlichst auf die Rückkehr von Marco Reus. Bald ist es so weit. (Bild: Martin Meissner/AP)

Nicolas Reimer (SID)

Die «Traummannschaft der Rückkehrer» klingt verheissungsvoll. Sie würde auch in der Fussball-Bundesliga eine gute Figur abgeben. Im Sturm trifft Routinier Alexander Meier, dahinter zaubert Marco Reus mit Marcel Sabitzer, das Mittelfeld sichert Vladimir Darida ab, die Abwehr verstärkt Jonas Hector. Und vielleicht hütet sogar wieder Manuel Neuer irgendwann das Tor.

Kein Wunder, dass die deutschen Spitzenclubs den Comebacks ihrer Leistungsträger entgegenfiebern. Auf die Dienste von gleich zwei Langzeitverletzten mit grosser Bedeutung darf in Dortmund Trainer Peter Stöger bauen, wenngleich die Genesung von Reus nach einem Kreuzbandriss etwas mehr Vorfreude schüren dürfte als die von Lukas Piszczek, der einen Aussenband­anriss im rechten Knie erlitten hatte. «Das wird richtig spannend», sagt Stöger, der zudem auch wieder mit den Weltmeistern Mario Götze und Erik Durm sowie Allrounder Gonzalo Castro planen kann.

Während Piszczek als «stabilisierender Faktor», so Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc, beim Rückrundenauftakt am 14. Januar gegen Wolfsburg auflaufen soll, ist bei Reus noch etwas Geduld gefragt. Im Februar könnte das Comeback des 28-Jährigen anstehen, der laut Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke «an allen Ecken und Enden gefehlt» habe.

Hoffnungsträger Hector

Mindestens genauso wichtig wie Reus für Dortmund ist Nationalspieler Hector für Köln. Der 27-Jährige hatte im September einen Syndesmoseriss erlitten, erst am Mittwoch nahm Hector wieder am Mannschaftstraining des Tabellenletzten teil. «Wir müssen cool bleiben und nicht gleich von null auf hundert gehen», sagte Trainer Stefan Ruthenbeck allerdings. Wunderdinge sind vom Tschechen Darida bei Hertha Berlin sicherlich auch nicht sofort zu erwarten. Zwar zog sich der Schlüsselspieler der Berliner im Oktober «nur» eine Aussenbanddehnung im Knie zu, diese machte aber dennoch eine Operation erforderlich. Glück für die Hertha: Auch ohne Darida lief es zum Ende der Hinrunde ordentlich, der Kontakt zu den Europacup-Plätzen besteht.

Voll im Soll befinden sich nach der ersten Saisonhälfte auch Leipzig und Frankfurt. Die Rückkehr der Offensivspieler Sabitzer und Meier darf daher getrost als zusätzlicher Luxus angesehen werden. Während Meier nach seiner komplizierten Fussverletzung aber selbst in Topform wohl nur schwer einen Stammplatz ­ergattern dürfte, ist Sabitzer in Leipzig nach überstandener Schulterblessur gesetzt.

Zu verschmerzen ist in Leipzig daher auch der Ausfall des Schweden Emil Forsberg, der nach wie vor an einer Bauchmuskelzerrung laboriert und dessen Rückkehr auf den Platz noch etwas dauern wird. Gleiches gilt für Nicolai Müller bei Hamburg und Thiago bei Bayern München, der seine Muskelverletzung wohl erst Ende Februar vollends auskuriert haben wird. Möglich scheint daher sogar ein Doppel-Comeback mit Bayern-Goalie Neuer nach dessen Mittelfussbruch.

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