FUSSBALL: Nur ein halbes Team für Nogic

Mitte April hat Vlado Nogic das Traineramt beim FC Kreuzlingen übernommen, nachdem Aydemir Demir den Club per sofort verliess. Die laufende Saison ist schon abgehakt, Nogic und sein Team konzentrieren sich bereits auf die nächste.

Ralf Rüthemann
Merken
Drucken
Teilen
Vlado Nogic hat eine klare Linie, die er jetzt beim FC Kreuzlingen durchsetzen will. (Bild: Mario Gaccioli)

Vlado Nogic hat eine klare Linie, die er jetzt beim FC Kreuzlingen durchsetzen will. (Bild: Mario Gaccioli)

Herr Nogic, haben Sie sich als neuer Headcoach beim FC Kreuzlingen schon gut eingelebt?

Vlado Nogic: Eigentlich schon, aber leider ist es so, dass ich nur sehr wenige Spieler aus der ersten Mannschaft zur Verfügung habe. Teilweise müssen wir sogar Spieler aus der zweiten Mannschaft, die in der 5. Liga spielen, ins Kader nehmen. Viele Spieler sind weggegangen und wir haben auch viele Dauerverletzte. Wir spielen die Saison nun einfach noch so zu Ende. Es geht bereits darum, für die nächste Saison zu planen. Eigentlich war ja so oder so vorgesehen, dass ich erst ab Sommer das Traineramt übernehme.

Aus welchen Gründen haben Sie sich entschieden, das Traineramt beim FC Kreuzlingen zu übernehmen?

Nogic: Ich bin Lehrer in Weinfelden und möchte den Job nicht wechseln, weshalb für mich so oder so nur die Clubs in der Region in Frage kommen. Zudem finde ich die Aufgabe beim FC Kreuzlingen reizvoll, da der Verein mit der ersten Mannschaft klare Aufstiegsambitionen hat. Ich bin überzeugt, dass das machbar ist. Und ich kenne den FC Kreuzlingen noch von früher. Ich war von 1992 bis 1994 Spielertrainer beim FCK.

Was sind Ihre persönlichen Ziele für die laufende Saison?

Nogic: Die Meisterschaft ist eigentlich schon gelaufen. Es ist jetzt nicht entscheidend, ob wir gewinnen oder verlieren. Was wir natürlich nicht wollen, sind hohe Niederlagen. Ich möchte jetzt einfach noch das Beste aus der Situation machen. Wir haben ja auch noch ein Cupspiel gegen Dulliken, das wir unbedingt gewinnen wollen. Ansonsten liegt der Schwerpunkt auf der nächsten Saison. Mir ist auch wichtig, dass wir eine Kontinuität ins Team bringen und nicht immer so viele Wechsel haben.

Sie mussten die Mannschaft früher als geplant übernehmen. Ist das für Sie zu diesem Zeitpunkt ohne Probleme gegangen?

Nogic: Eigentlich nicht. Ich wusste, dass es sehr viel Energie und Zeit braucht. Aber es ging eben nicht anders. Ich finde es schade, dass der Trainer im März per sofort ging, denn im Grunde genommen war das ja seine Mannschaft und beim FC Kreuzlingen bestand zu dieser Zeit auch kein Bedarf, dass er per sofort geht. Ich bin aber froh, dass wir immerhin noch zwei Spiele gewinnen konnten und jetzt nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.

Wussten Sie vor Ihrer Trainerverpflichtung bereits, wie es beim FC Kreuzlingen so läuft?

Nogic: Ein wenig. Ich wusste, dass der FC Kreuzlingen Aufstiegsambitionen hat und dass er den Aufstieg vor einem Jahr knapp verpasst hatte.

Am Samstag steht ein Heimspiel gegen den FC Mels an. Was ist wichtig für dieses Spiel?

Nogic: Ich möchte, dass wir als Mannschaft kämpfen und an unser Maximum gehen können. Und ich will dieses Spiel natürlich gewinnen.