FUSSBALL: Noch fehlt ein Sieg

Lange galt für Philadelphia Union die Playoff-Teilnahme als sicher. Doch Tranquillo Barnettas Club ist in eine Negativspirale geraten.

Christian Brägger
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Tranquillo Barnetta Rückkehrer (Bild: Urs Bucher)

Tranquillo Barnetta Rückkehrer (Bild: Urs Bucher)

Zwei Runden sind in der Major League Soccer (MLS) bis zum Ende der regulären Spielzeit zu absolvieren. Philadelphia Union, die letzte Auslandstation Tranquillo Barnettas vor der Rückkehr zum FC St. Gallen im neuen Jahr, ist nach anfänglicher Tabellenführung in der Zwischenzeit im Osten auf den sechsten Rang abgerutscht. Dieser reicht gerade noch für die Playoff-Teilnahme – es wäre nach 2011 die zweite.

Mit einem Sieg morgen gegen Orlando, das trotz Superstar Kaká keine Chancen auf die K. o.-Runden hat, würde das Ziel zur Realität – das Torverhältnis gegenüber dem Siebten New England ist viel besser. Barnetta sagt: «Wir sind heimstark. Ich hoffe, dass wir am Sonntag alles klarmachen.» Andernfalls hätte Philadelphia eine Woche später zu Hause gegen die New York Red Bulls, das die Liga im Osten anführt, eine weitere Gelegenheit.

Unerwartet keine Formsache mehr

Nur eine Formsache, wie man sich das ausgedacht hatte, wird die Playoffqualifikation nicht mehr. In den vergangenen fünf Spielen – vier davon auswärts – gewann Philadelphia nur zwei Punkte. Barnetta sagt, wegen der anstrengenden, bisweilen langen Reiserei in der MLS seien die Partien in der Fremde schwierig.

Philadelphia ist auswärts also in eine Formschwäche geschlittert, vor drei Wochen musste das Team in Toronto sogar auf den St. Galler verzichten. Ein Schlag auf das rechte Knie in der Partie zuvor gegen Portland hatte einen Einsatz verunmöglicht. Barnetta sagt: «Das Knie bereitete mir am Anfang des Jahres schon Probleme, deswegen brauchte ich ein wenig mehr Regenerationszeit.» Er sei aber guter Dinge, nun wieder Einfluss aufs Spiel nehmen zu können und hoffe auf viele Playoff-Auftritte, die Mission in den USA sei noch nicht fertig. «Unser Tief hängt gewiss nicht mit meiner verkündeten Rückkehr nach St. Gallen zusammen», sagt der 31-Jährige. Und lacht.