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FUSSBALL: Nicht der erhoffte Dreier

Im Stade de France trennen sich gute Iren und eher enttäuschende Schweden 1:1. Der Punkt ist für beide Mannschaften nicht der ersehnte Idealstart. Immerhin hält er die Aussenseiter der Gruppe E bis zur letzten Vorrundenpartie im Turnier.
Christian Brägger/Paris
Bild: CHRISTIAN BRÄGGER/PARIS

Bild: CHRISTIAN BRÄGGER/PARIS

FUSSBALL. Irland gegen Schweden, das war das nächste EM-Spiel im Stade de France, das sich nach der Partie Frankreichs als kleines Ereignis angekündigt hatte. Diesmal nicht der Qualität des Fussballs wegen, den die beiden Teams in dieser Auftaktpartie der Gruppe E normalerweise bieten, nein. Vielmehr lockten die Anhänger der Iren, die ihr Team so beseelt zu besingen pflegen, als gäbe es keinen Morgen; hinzu eine Mannschaft der Insel, die mit dem Herzen in der Hand um Fussball kämpft. Von dieser Seite also erhoffte man sich einen denkwürdigen Auftritt. Doch auch die andere Seite mit ihrer Anhängerschaft frohlockte, zahlenmässig leicht unterlegen zwar. An EM-Endrunden sind die Schweden zum fünftenmal in Folge dabei und gerngesehene Gäste. Weil sie friedlich anfeuern – zu Beginn dieses Turniers keine Selbstverständlichkeit. Und natürlich war da noch Zlatan Ibrahimovic, der 34-Jährige, der wohl an seinem letzten Grossanlass teilnimmt, auch wenn man das bei ihm nie so genau weiss. Er also sollte das Spektakel bringen.

Eigentor provoziert

An diesem frühen Abend brachte er es einmal, immerhin. Nachdem sein Team früh nach der Pause in Rückstand geraten war, provozierte Ibrahimovic mit einer scharfen Hereingabe zwanzig Minuten vor Spielende ein Eigentor Ciaran Clarks. Ansonsten liess sich der Rekordtorschütze Schwedens, den die Iren weitgehend abmeldeten, einen weiteren Abschluss notieren, mehr war da nicht.

Vielmehr waren da die Iren, die die Höhepunkte in beiden Halbzeiten brachten. Allen voran Wes Hoolahan, der beste Mann auf dem Platz und Schütze der 1:0-Führung, der in der 48. Minute eine Hereingabe Seamus Colemans wunderbar mit einem Halbvolley verwertete. Das Stadion bebte, oder besser gesagt der irische Teil von ihm, und es bebte verdientermassen; besonders, aber nicht nur mit dieser Aktion hatten die Iren und Hoolahan gezeigt, wie gut Fussball sie spielen könnten. Wenn man sie lässt. Und die Schweden liessen zu oft.

Denn schon in der ersten Halbzeit setzte Jeff Hendrick, der wie so mancher seiner Mitspieler in einer tieferen Liga Englands spielt, zwei Ausrufezeichen. Das zweite in der 32. Minute traf die Latte – Goalie Andreas Isaksson wäre machtlos gewesen. Und noch in der Wiederholung der Aktion, die im Stadion über die Anzeigetafel lief, litten die irischen Anhänger unnachahmlich mit – als ob sie die Flugbahn des Balles senken wollten.

Zu diesem Zeitpunkt und bis nach dem Rückstand waren die Schweden erstaunlich passiv, sie hatten Mühe, ins Spiel zu finden, ins Zlatan-Spiel, das immer auf ihn ausgerichtet ist. Dazu konnte auch Kim Källström nicht viel beitragen, der Mittelfeldspieler der Grasshoppers, in Schwedens Nationalteam seit Jahren eine feste Grösse. Erst nach dem Rückstand steigerte er sich wie viele Schweden, auch wenn seine Fehlpassquote bis zum Schluss ungewohnt hoch blieb. Doch weil die Iren nach der Führung ihre Chancen nicht nutzten, der Gegner mit dem Ausgleich gut bedient und entsprechend zufriedener wirkte, blieb es beim 1:1.

Wem hilft das Unentschieden?

Eine Punkteteilung, deren Wert sich erst weisen wird. Doch in der Gruppe sind Belgien und Italien sicherlich stärker einzustufen. Das spürte auch Irlands Trainer Martin O'Neill, der sagte: «Wir wollten den Sieg mit allen Mitteln. Ich kann meinem Team aber keinen Vorwurf machen, es hat alles versucht.» Vielleicht kommen die Vorwürfe ja später, nach den nächsten Partien.

Alle EM-Infos auf unserem Special www.tagblatt.ch/euro2016

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