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FUSSBALL: Keine Zeit zum Grübeln

Die Young Boys stehen im Champions-League-Playoff mit dem Rücken zur Wand. Sie haben ein 0:1 gegen ZSKA Moskau zu verarbeiten. Zeit dafür haben sie nicht viel – vielleicht zu ihrem Glück.

Was nach Kasim Nuhus kuriosem Eigentor im Stade de Suisse passierte, war irgendwie gespenstisch. Schockstarre traf es vermutlich am besten. Die Stimmung kippte innert Sekunden von wild und laut auf wortlos und ungläubig. Kopfschüttelnd verliessen viele Zuschauer das Stadion unmittelbar nach dem 0:1.

Für die Spieler der Young Boys und deren Trainer Adi Hütter musste es sich geradezu paradox angefühlt haben, nach einem guten Auftritt eine Niederlage erklären zu müssen. Sie versuchten es dennoch. «Ich bin trotz allem stolz auf die Leistung der Mannschaft. Sie hat von der ersten Minute an gezeigt, dass sie gewinnen will», sagte Hütter. Der Österreicher bekam hinterher gesagt, dass sich die Spieler nach der sehr guten Gesamtleistung wohl keine Vorwürfe machen müssten. Hier konterte Hütter vehement: «Doch, natürlich müssen wir uns nach diesem Spiel Vorwürfe machen. Wenn wir uns das Tor am Schluss ganz allein rein machen, müssen wir uns auch selber an der Nase nehmen.»

Welche Spuren das späte 0:1 hinterlassen hat, wird sich schnell zeigen: Am Samstag steht das Ligaspiel gegen Zürich auf dem Programm. Am frühen Montagnachmittag hebt der Berner Tross zum Rückspiel des Champions-League-Playoffs nach Moskau ab. Zeit zur Verarbeitung haben die Young Boys also gar nicht. «Innert 24 Stunden sollte das vergessen sein», sagte Verteidiger Loris Benito. «Es dauert weniger lang, als wenn man 16 Fehler macht und sieben Gegentore kassiert.» Auch Captain Steve von Bergen richtet seinen Blick bereits nach vorne. «Viele Leute denken nun, es sei vorbei. Ziemlich sicher auch die Spieler von Moskau», sagte der Innenverteidiger. «Aber es ist erst die Hälfte absolviert. Ich bin überzeugt, dass wir etwas erreichen können.» (sda)

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