FUSSBALL: «Ich suche einen Verein im Ausland»

Ende Juni lief der Vertrag des Aadorfers Michel Avanzini beim Challenge-League-Club Winterthur aus. Nun ist er auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Mit 28 Jahren will er sich noch einen Bubentraum erfüllen.

Christoph Heer
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Täglich trainiert Michel Avanzini noch mit dem FC Winterthur, obwohl er dort für die Saison 2017/18 keinen Vertrag mehr erhalten hat. Der ehemalige Nachwuchsspieler des SC Aadorf will sich für weitere Aufgaben fit halten. Abseits des Rasens hat er ein Studium in Betriebswirtschaft mit Bestnoten abgeschlossen.

Nach Winterthur, St. Gallen, Gossau, Lausanne, Servette und einer Rückkehr nach Winterthur schien sich der Kreis Ihrer Karriere geschlossen zu haben. Ist es für Sie keine Option, die Schuhe nun an den Nagel zu hängen?

Michel Avanzini: Nein, ich suche einen neuen Verein im Ausland. Deshalb trainiere ich bis zu zweimal am Tag beim FC Winterthur weiter und zusätzlich mit einem Personaltrainer. Ich will nochmals eine Herausforderung.

Wieso im Ausland?

Ich träumte, wie viele andere Jungs auch, schon immer von einer internationalen Karriere. Die deutsche Bundesliga, die spanische Primera Division oder die englische Premier League reizen mich seit je her. Auch einen Sprung über den grossen Teich könnte ich mir gut vorstellen. Das fussballerische Niveau in den USA ist nicht zu unterschätzen.

Von welchen Trainern haben Sie am meisten profitiert?

Von Kevin Cooper (Servette, Red.) und Martin Rueda (Lausanne, Red.). Lausanne ist heute noch mein Lieblingsclub in der Schweiz. Er ist professionell geführt, familiär und hat einen Vorstand, der den Fussball lebt und es versteht, alle Mitarbeiter im Verein zu respektieren. Davon könnten sich etliche Clubs eine Scheibe abschneiden.

Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft konkret vor?

Zuerst einen interessanten Fussballverein im Ausland finden, dann ein Masterstudium abschliessen. Nach meiner Aktivkarriere wäre ich längerfristig gerne selbstständig im Online- oder Sportbereich tätig. Aber zuerst arbeite ich hart für meinen Traum.

Christoph Heer