FUSSBALL: Eindrückliches Lebenszeichen

Mit einem 5:0-Heimsieg gegen Tobel-Affeltrangen verhindert Tägerwilen den vorzeitigen Abstieg aus der 2. Liga. Diessenhofen fühlt sich beim 1:3 in Dübendorf um den Erfolg geprellt.

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Tägerwilens Samuel Strauss (links) erwischt den Ball vor Tobels Etienne Bachmann. (Bild: Mario Gaccioli)

Tägerwilens Samuel Strauss (links) erwischt den Ball vor Tobels Etienne Bachmann. (Bild: Mario Gaccioli)

Die vielen Zuschauer, die sich entschlossen hatten, den FC Tägerwilen im Abstiegskampf zu unterstützen, boten die perfekte Kulisse, um den ersten Sieg der Rückrunde einzufahren. Bei sommerlichen Temperaturen kon­trollierten die vom neuen Trainer Thomas Hengartner hervorragend eingestellten Gastgeber das ebenfalls abstiegsbedrohte Tobel-Affeltrangen von Beginn an. Nach 15 Minuten zirkelte Weber den Ball gefährlich in den Strafraum der Gäste, wo der Ball die Hand des Verteidigers berührte: Penalty. Tägerwilens Mittelfeldregisseur Mulaj scheiterte zwar an Tobels Goalie, doch reagierte Velev blitzschnell und drosch den Nachschuss zum 1:0 in die Maschen. Tobel-Affeltrangen hatte in der ersten Halbzeit kaum Torchancen. Dafür erhöhte Velev in der 45. Minute auf 2:0.

Auch in der zweiten Halbzeit liessen die Tägerwiler die Gäste nicht ins Spiel kommen. In der 73. Minute zeigte Mulaj seine Klasse und lancierte Padula. Padula legte zurück auf Velev, der via Pfosten das 3:0 markierte. Mit Zulfiu, Darboe und Uhlmann wechselte Trainer Hengartner gleich drei Spieler aus der eigenen Juniorenabteilung ein. Darboe bedankte sich für das Vertrauen mit dem 4:0 nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung. Und in der 87. ­Minute traf Mulaj nach einem ­unübersichtlichen Gewühl im Strafraum zum 5:0-Endstand. Damit tauschten die beiden Mannschaften unter dem Trennstrich die Plätze. Abstiegsbedroht bleiben beide.

1:0-Pausenführung reicht Diessenhofen nicht

Gegen den bereits feststehenden Aufsteiger Dübendorf zeigte Diessenhofen trotz der 1:3-Niederlage eine ansprechende Leistung. Obschon viele Teamstützen fehlten, waren die Thurgauer ­zumindest während der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. Warum sie trotzdem ohne Punkte aus Dübendorf abreisten, hatte zwei Gründe. Einerseits vergaben die Gäste vor dem Tor des Leaders beste Möglichkeiten, bereits zur Pause deutlicher als mit 1:0 (durch Mert Boztepe) in Führung zu liegen. Andererseits ermöglichten drei Fehlentscheide der Unparteiischen Dübendorfs Torerfolge in der zweiten Halbzeit. Tiefpunkt war das Zuspiel Daniel Anglikers hinter der Behind-Linie zu Danijel Dzodan zum Ausgleich in der 54. Minute. Das 1:2 fiel nach einem weiteren Fehlentscheid des Linienrichters. Das 1:3 in der Nachspielzeit war nur noch Makulatur in einem Spiel, in dem Diessenhofen einen Punkt verdient gehabt hätte. (for/ji)

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