FUSSBALL: Ein Spiel ohne Höhepunkte

In einem typischen Kehrausspiel trennten sich Frauenfeld und Uzwil, die beiden ewigen Rivalen in der 2. Liga interregional, nach einem langwierigen Match leistungsgerecht 1:1 unentschieden.

Urs Schmid
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Trotz hohen Sprüngen und waghalsigen Aktionen vermochte weder Uzwil (weiss) noch Frauenfeld den anderen zu bezwingen. (Bild: Mario Gaccioli)

Trotz hohen Sprüngen und waghalsigen Aktionen vermochte weder Uzwil (weiss) noch Frauenfeld den anderen zu bezwingen. (Bild: Mario Gaccioli)

FUSSBALL. Die zahlreich angereisten Zuschauer mussten lange auf interessante Szenen in der Partie zwischen Frauenfeld und Uzwil warten. Auf der Frauenfelder Seite war es Wiesmann, der zweimal in guter Ausgangslage nicht reüssieren konnte, bei den Uzwilern versuchte sich Veliu als Torschütze, ebenfalls ohne Erfolg. So plätscherte die Partie völlig ereignislos vor sich hin, beide Defensivabteilungen waren jederzeit Herr der Lage, zudem wurde der Spielfluss immer wieder mit Fouls unterbrochen. Das torlose Unentschieden zur Halbzeitpause war dann auch das logische Resultat.

Auch in der zweiten Hälfte wurde das Geschehen auf dem Rasen nicht interessanter, Veliu versuchte es abermals, fand aber in Bretscher seinen Meister, die Aktionen waren alle nicht wirklich zwingend.

Elfmeter zur Führung

Nach einer Stunde versuchte sich Selmani im Abschluss, sein Knaller verfehlte das Uzwiler Gehäuse nur knapp. Nach 70 Minuten kam dann der grosse Auftritt von Bretscher. Zur Überraschung aller zeigte er nach einem angeblichen Foul, welches, wenn, dann vor der Strafraumgrenze geschah, auf den Elfmeterpunkt. Bretscher parierte den ersten Versuch gegen Obrist. Nachdem der Linienrichter aber ein unkorrektes Verhalten von Bretscher angezeigt hatte, durfte Obrist ein zweites Mal anlaufen und traf zur schmeichelhaften Führung für Uzwil.

Ausgleich kurz vor Schluss

Frauenfelds Co-Trainer Näf versuchte dann, mit neuen Kräften mehr Schwung ins Spiel zu bringen. Für die beiden Junioren Bertschinger und Jakobcin war dies die Premiere in der ersten Mannschaft. Angetrieben von Spielertrainer Cerrone, den es schon längst nicht mehr in der Verteidigung hielt, rollte ein Angriff nach dem anderen Richtung Uzwiler Tor.

Offensiv gelang den Frauenfeldern weiterhin nicht viel, so musste ein Standard für den Ausgleichstreffer herhalten. Schlauri traf kurz vor Schluss an Freund und Feind vorbei zum längst verdienten Ausgleich. Trotz fünf Minuten Nachspielzeit konnten beide Teams keinen weiteren Treffer erzielen, das 1:1-Unentschieden war dann auch das leistungsgerechte Resultat.

Ein typisches Kehrausspiel mit wenigen Höhepunkten, zum Schluss erhitzten sich die Gemüter. Beide Teams haderten wegen einiger Entscheidungen der Schiedsrichter, welche mehrmals eher unglücklich verliefen.