FUSSBALL: Dramatischer Derby-Auftakt

Der FC Kreuzlingen verliert das Spiel gegen den Kantonsrivalen Frauenfeld mit 1:4. In beiden Teams gab es Probleme in der Abstimmung – und Kreuzlingen kassierte zudem gleich dreimal die rote Karte.

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Der Kreuzlinger Lucian Dodes (grün-weiss) schnappt sich den Ball. (Bild: Mario Gaccioli)

Der Kreuzlinger Lucian Dodes (grün-weiss) schnappt sich den Ball. (Bild: Mario Gaccioli)

Nach der langen Winterpause warteten die zahlreich erschienenen Zuschauer gespannt auf den ersten Auftritt ihrer Mannschaften. Allerdings fiel der Start des 1. Liga Derbys verhalten aus: Sowohl der FC Kreuzlingen als auch der FC Frauenfeld zeigten zu Beginn keine Glanzleistung. Bei den Kreuzlingern stimmte so einiges nicht: Viele Pässe fanden nicht ihr Ziel, der Spielaufbau war zäh und auch nach vorne lief wenig. Die Frauenfelder standen defensiv sehr gut und erschwerten es den Gastgebern, zu guten Tormöglichkeiten zu kommen.

Nach einer knappen halben Stunde brachte ein schnell ausgeführter Freistoss die Gäste in Führung. Burak Erdal schnappt sich den Abpraller und versenkte diesen gekonnt in den gegnerischen Maschen.

Nach der Pause kamen die Platzherren etwas spritziger auf den Platz zurück. Kurz nach Wiederanpfiff versenkte Marco Soares das Leder ins linke untere Eck des Frauenfelder Kastens. Dieser Anschlusstreffer verlieh der Partie etwas mehr Schwung.

Viel Ärger unter den Kreuzlingern

Nachdem knapp sechzig Minuten gespielt waren, nahm das Drama seinen Lauf. Erst wurde Lucian Dodes vorzeitig unter die Dusche geschickt, wenig später tat es ihm Kevin Schröder gleich. Die Emotionen kochten hoch. Die Ortancioglu-Truppe fühlte sich von dem Unparteiischen benachteiligt. Es kam, wie es kommen musste. Erst erzielte Frauenfeld den zweiten Treffer und wenig später flog mit Marco Soares der dritte Grün-Weisse vom Platz. Die Gäste wussten danach mit der dreifachen Überzahl nicht viel anzufangen. Obwohl die Frauenfelder mehr als genug Lücken in den gegnerischen Reihen vorfanden, wurde planlos nach vorne gespielt und gute Tormöglichkeiten leichtsinnig vergeben. Die Grün-Weissen hatten sich unterdessen wieder gefangen und versuchten mit der stark reduzierten Truppe die Partie irgendwie über die Runden zu bringen. Das klappte lange gut, doch dann erzielten die Frauenfelder kurz vor Schluss zwei weitere Tore. Für die Kreuzlinger gilt es nun, diese Partie schnell abzuhaken und den Fokus auf die nächste schwierige Partie gegen den Leader Linth zu lenken.

Nadja Müller