FUSSBALL: Das Schreckgespenst obsiegt

Nach Sirnach in der 2. Liga interregional kommen auch Tobel-Affeltrangen und Tägerwilen nicht um den Abstieg herum. Tägerwilens Schicksal wird erst in der 94. Minute besiegelt.

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Nun ist Thomas Hengartner mit dem FC Tägerwilen doch abgestiegen. Als «Feuerwehrmann» wurde der frühere NLA-Profi des FC St. Gallen vom 2.-Liga-Verein verpflichtet. Und tatsächlich brachte Trainer Hengartner dem FC Tägerwilen die Zuversicht zurück – auch im Derby bei Calcio Kreuzlingen. Schon in der 22. Minute traf Noël Kühne zum 1:0 und hielt damit die Hoffnung auf den Ligaerhalt am Leben. Zwar drehte Favorit Calcio durch Leandro Lucarelli und Giovanni Pentrelli das Skore noch vor der Pause. In der 82. Minute aber wurde Tägerwilen dafür belohnt, dass es nicht aufgab. Amadou Darboe glich zum 2:2 aus. Alles war nun möglich, auch ein Showdown am letzten Spieltag. Doch Tägerwilen brachte die Hoffnung nicht über die Zeit. In der 94. Minute besiegelte erneut Lucarelli das Schicksal von Hengartners Equipe, die in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen muss.

Tobel-Affeltrangen weit entfernt von nötigem Sieg

Der FC Tobel-Affeltrangen empfing nach der empfindlichen Niederlage in Tägerwilen vom vergangenen Sonntag den formstarken FC Rorschach auf der heimischen Breite. Rorschach agierte nicht in Bestbesetzung. So gestaltete sich die Partie lange Zeit offen. Kurz vor der Pause eröffnete sich Tobels Sakiri die Riesenchance auf die Führung, doch er setzte den Ball freistehend vor dem Rorschacher Tor neben den Pfosten. Praktisch im Gegenzug traf Rorschachs Acklin mit einem Volley in die lange Ecke. Kurz nach der Pause fiel dann das Tor des Tages – jedoch erneut für Rorschach. Bosshart drosch den Ball aus 40 Metern in den Winkel zum 2:0. Damit war Tobels zweiter Abstieg aus der 2. Liga nach 2013 praktisch schon besiegelt. Acklin traf eine Viertelstunde vor Schluss noch zum 3:0 und Hollenstein gelang kurz vor dem Schlusspfiff den Ehrentreffer für Tobel-Affeltrangen. Ein schwacher Trost.

Derweil untermauerte der FC Amriswil seinen dritten Platz in der Tabelle mit einem komfortablen 5:0-Auswärtssieg. In Stein­ach zeigten sich die Gäste von Anfang an in bester Spiellaune. Nach einem Eckball von Krasniqi traf Schoch schon in der vierten Minute per Kopf zum 1:0. Nur drei Minuten später zirkelte Krasniqi einen Freistoss direkt zum 2:0 in die linke Ecke. Und noch bevor eine halbe Stunde gespielt war, erhöhte Moser mit einem Doppelschlag auf 4:0. Und selbst das 5:0 durch Schoch fiel noch vor der Pause. Im unterhaltsamen Derby kam auch Steinach zu guten Chancen, doch die St. Galler liessen sie allesamt aus.

Arbons Niederlagenserie setzt sich fort

Der FC Arbon verlor auch beim FC Uzwil II, diesmal 1:4. Es war dies bereits die fünfte Meisterschaftsniederlage in Folge. Und ebenfalls zum fünften Mal in Folge kassierten die Thurgauer vier Gegentore. Mit nur sieben Punkten aus zehn Spielen blieb OFV-Cupsieger Arbon in der Rückrunde unter den Erwartungen. In Uzwil gingen die Gastgeber durch einen Doppelschlag früh 2:0 in Führung. Die Arboner fingen sich aber auf und bekamen noch vor Ablauf der ersten halben Stunde durch einen Elfmeter die Chance auf den Anschlusstreffer. Bärlochers Penalty klatschte aber von der Lattenunterkante zurück ins Spielfeld. Trotzdem gelang den Arbonern noch vor der Pause das 1:2 durch Tobias Egger. In der zweiten Halbzeit kamen die Oberthurgauer durch Bärlocher und Haltinner zu guten Torchancen. Der Ausgleich lag in der Luft. Uzwil lauerte nur noch auf Konterchancen, nutzte die aber. Nach Kucanis 3:1 in der 65. Minute war die Partie gelaufen.

Beim 0:3 gegen Regensdorf blieb Diessenhofen chancenlos. Die Zürcher kauften den Einheimischen punkto Zweikampfstärke den Schneid schnell ab. Die Gäste brillierten nicht durch eine spektakuläre Spielweise, sondern durch solides Handwerk. Nur ein früher Gegentreffer hätte die Zürcher wohl aus dem Gleichgewicht bringen können. Doch dazu kam es nicht, denn bereits nach acht Minuten führte ein Diessenhofer Missverständnis zwischen Stefan Brütsch und Goalie Pascal Schwyn zum Führungstreffer für Regensdorf. (jp/ez/wid/ji/red)