Fussball
Bereits die U17 beherrscht den St.Galler Powerfussball – gelungener Auftakt in den Helvetia Cup

Zum Start des Helvetia Cups im Gründenmoos bezwingt die U17 des FC St.Gallen Lugano mit 2:0. Nun folgen andere Kaliber.

Ives Bruggmann
Drucken
Artistisch zum 1:0: St.Gallens Mika Metzler (Mitte, in Grün) setzt zum Hackentrick an.

Artistisch zum 1:0: St.Gallens Mika Metzler (Mitte, in Grün) setzt zum Hackentrick an.

Bild: Tobias Garcia

Die St.Galler Junioren legen im Startspiel des internationalen Helvetia Cups los wie die Feuerwehr. Sie spielen nach vorne, setzen den Gegner früh unter Druck und schalten bei Ballgewinn blitzschnell um. Nach nicht einmal einer Viertelstunde Spielzeit steht es verdientermassen 2:0 für das Heimteam.

Beide Treffer sind absolut sehenswert. Das erste Goal erzielt Innenverteidiger Mika Metzler nach einem Corner. In Rücklage hebt er den Ball mit seiner Hacke über den gegnerischen Schlussmann ins Tor. Beim 2:0 ist es Linksverteidiger Tarik Seferovic, der nach einem Ballgewinn nach vorne prescht und in vollem Lauf aus gut 20 Metern mit seinem «schwachen» linken Fuss den Ball in die entfernte Torecke schiesst. Auch in der Folge drückt die St.Galler U17 dem Spiel, das zweimal 20 Minuten dauert, den Stempel auf. Lugano erscheint kaum einmal in der gefährlichen Zone. Zu zweikampf- und laufstark präsentiert sich St.Gallen, das gut und gerne noch höher hätte gewinnen können. Doch auch so ist der Auftakt ins Turnier geglückt. Ab jetzt folgen grössere Kaliber wie Marseille, Benfica Lissabon oder Stuttgart.

Wertvolle Erfahrungen für die Junioren

Für den technischen Leiter von Future Champs Ostschweiz (FCO), Mario Gilli, sind vor allem die Vergleiche mit internationalen Topklubs wertvoll. «Da sehen unsere Junioren, wo sie im internationalen Vergleich stehen.» Diese Erfahrung bringe die Spieler, aber auch die Trainer weiter. Der FC St.Gallen tritt ausschliesslich mit Spielern des Jahrgangs 2006 an. Da es im Schweizer Fussball keine U17-Teams gibt, wurde einzig für den Helvetia Cup ein Team aus den beiden U18 der FCO-Standorte St.Gallen und Wil zusammengestellt. Als Trainer erhält der U15-Verantwortliche Klainti Tsalekou die Möglichkeit, sein Können unter Beweis zu stellen.

Rangziele gibt Gilli keine vor, aber: «Wir wollen in die Spiele gehen, um sie zu gewinnen.» Denn getreu dem St.Galler Motto wollen auch die Junioren enthusiastisch nach vorne spielen und nach vorne verteidigen. «Wir möchten über alle Stufen als FCSG wiedererkennbar sein, auffallen durch unseren Powerfussball», sagt Gilli. Das ist der provisorischen St.Galler U17 zum Auftakt bestens gelungen. Auch ohne grüne Trikots hätte man die Mannschaft als FC St.Gallen identifizieren können. Die Frage ist nun: Gelingt das auch gegen Stuttgart, Benfica oder Marseille?

Hinweis

Der Helvetia Cup im Gründenmoos dauert noch bis Sonntag. Mehr unter: helvetia-cup.com.