Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FUSSBALL: «Bei Benfica sind die Pässe genauer»

Haris Seferovic fühlt sich vor dem WM-Qualifikationsspiel morgen um 20.45 Uhr in St. Gallen gegen Andorra in Topform. Der Surseer ist mit vielen positiven Erlebnissen von seinem neuen Verein Benfica Lissabon zum Nationalteam gestossen.
Daniel Wyrsch, Feusisberg
«In meinem Stadion gegen Benfica-Kollegen ums WM-Ticket zu spielen, das wäre grossartig», sagt Haris Seferovic. (Bild: Nadia Schärli (Feusisberg, 29. August 2017))

«In meinem Stadion gegen Benfica-Kollegen ums WM-Ticket zu spielen, das wäre grossartig», sagt Haris Seferovic. (Bild: Nadia Schärli (Feusisberg, 29. August 2017))

Daniel Wyrsch, Feusisberg

Gut gelaunt gibt der 25-jährige Haris ­Seferovic den Journalisten im Team­hotel der Schweizer Nationalmannschaft in Feusisberg Auskunft. Der Stürmer schwärmt von seinem neuen Arbeit­geber Benfica Lissabon. «Ein grosser Klub, den man auf der ganzen Welt kennt. Er steht für Tradition, Professionalität und nimmt jedes Jahr an der Champions League teil.» Seferovic fühlt sich beim portugiesischen Rekordmeister (36 Titel) sehr gut aufgenommen. «Die Leute haben mir den Anfang leicht gemacht. Mir gefällt die südländische Mentalität, die Menschen sind locker drauf.»

Entgegengekommen ist ihm natürlich, dass er sich in den ersten vier Pflichtspielen in die Torschützenliste eingetragen hat. Beinahe hätte er den Rekord der Benfica-Legende Eusebio egalisiert, doch im fünften Match am vergangenen Samstag scheiterte er an Goalie Cassio von Rio Aves. «Der Brasilianer parierte meinen Schuss glänzend», anerkennt er sportlich. Mit drei Ligatoren und dem Treffer im Supercup zählt Seferovic nach den ersten fünf Pflichtspielen dennoch zu den erfolgreichsten Stürmern in Portugal. Beim Zusammenzug im Nationalteam hätten ihn die Mitspieler aufgezogen: «Endlich triffst du wieder», meinten sie augenzwinkernd, nachdem er an seiner letzten Station bei Eintracht Frankfurt nicht eben als Knipser bekannt war (16 Tore in 86 Bundesligaspielen). Immerhin hatte er die Eintracht in der Relegation 2016 gegen Nürnberg mit dem entscheidenden Treffer vor dem Abstieg gerettet. ­Seferovic erklärt, warum er jetzt tor­gefährlicher ist. «Bei Benfica sind die Pässe genauer, das Spiel ist viel stärker auf die Stürmer ausgerichtet; mir scheint manchmal, ich muss den Ball nur noch rein machen.»

Trotz Käppi und Sonnenbrille von den Benfica-Fans erkannt

Zurück zum Spiel in Rio Ave: Das 1:1 beim Aussenseiter war für Benfica eine Enttäuschung. «Die Fans wollen uns immer siegen sehen, sie sind sehr fanatisch.» Das spürt der Nationalspieler auch, wenn er mit Besuchern aus der Schweiz in die schöne Lissaboner Innenstadt auf Sightseeing-Tour geht, «dann werde ich sogar erkannt, wenn ich mich mit Käppi und Sonnenbrille tarne», erzählt Seferovic amüsiert. Er weiss: «Die Benfica-Anhänger kennen ihre Spieler.» Mindestens 56 000 Zuschauer kommen immer zu den Heimspielen ins legendäre Estadio da Luz – das Stadion des Lichts. Am 10. Oktober wird dort die Schweiz gegen Gastgeber Portugal im wohl alles entscheidenden WM-Qualifikationsspiel um den Gruppensieg und die direkte Teilnahme an der Endrunde 2018 in Russland spielen. Auf diese ­Partie werde er noch nicht gross angesprochen, die Vorfreude verspürt er trotzdem schon: «In meinem Stadion gegen Benfica-Kollegen ums WM-­Ticket zu spielen, das wäre grossartig.» Umsomehr für Seferovic Portugal-Superstar Cristiano Ronaldo «der ­Beste der Welt» ist. Er selber ist in der Schweiz dank SRF-Kommentator Sascha Ruefer als «der Mann aus Sursee» bekannt. ­Seferovic dazu: «Ich weiss davon, ­Sascha wohnt ja in der Nähe in Schenkon.» Für ihn bedeute Sursee Heimat, «dort lebt meine Familie.» Wenn er Zeit habe, gehe er gerne ins «Städtli» etwas trinken.

Im Moment aber hat er zu tun. Morgen ab 20.45 Uhr sind im Kybunpark ­seine Tore und Pässe gegen Andorra gefragt. «Ich bin in Topform und freue mich auf das schöne und hoffentlich ausverkaufte Stadion in St. Gallen.» Am Sonntag folgt dann das Spiel in Lettland. Seferovic ist sich bewusst: «Die Auf­gaben gegen Andorra und Lettland sind nicht so einfach, wie sie vielleicht scheinen. Aber klar, die müssen wir lösen, nur dann kann das Finale gegen Portugal kommen.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.