Für St. Otmar eine Frage des Charakters

Heute um 19.30 Uhr tritt St. Otmar im NLA-Playoff auswärts zur dritten Halbfinalpartie gegen Kadetten Schaffhausen an. Die Chancen der St. Galler, noch den Final zu erreichen, sind nach zwei Kanterniederlagen minim. Aber St. Otmar hat noch Ziele im Cup.

Daniel Good
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Captain Jonas Kindler steht auch heute im Tor St. Otmars. (Bild: ky/Gian Ehrenzeller)

Captain Jonas Kindler steht auch heute im Tor St. Otmars. (Bild: ky/Gian Ehrenzeller)

HANDBALL. Schier hoffnungslos liegt die NLA-Mannschaft St. Otmar im Playoffvergleich mit den Kadetten aus Schaffhausen im Hintertreffen. Nach zwei Kantersiegen gegen die St. Galler steht der favorisierte Titelverteidiger unmittelbar vor dem Einzug in den Final. Gewinnen die Schaffhauser gegen St. Otmar auch heute, spielen sie gegen Pfadi Winterthur oder Wacker Thun um den Meistertitel.

Für St. Otmar geht es ab 19.30 Uhr in der Schaffhauser BBC Arena zum einen noch darum, sich das Recht auf ein zweites Heimspiel zu ergattern. Die Chancen der St. Galler, noch einmal zu Hause antreten zu können, sind aber gering. Die Halbfinalserie werden sie gegen die überlegenen Schaffhauser ohnehin so gut wie sicher verlieren. In den ersten beiden Playoffpartien unterlag St. Otmar den Kadetten 23:35 und daheim 24:35.

Das Signal an die Thuner

Es geht für St. Otmar heute auch darum, nicht zum drittenmal in Folge eine Kanterniederlage einzufahren. Denn ein oder zwei noch wichtigere Spiele stehen den St. Gallern in dieser Saison noch bevor. Im Halbfinal des Schweizer Cups treffen sie am Samstag in einer Woche in Sursee auf Wacker Thun. Setzen sich die Ostschweizer durch, stehen sie im Cupfinal. Eine neuerliche Kanterniederlage St. Otmars wäre aus St. Galler Sicht ein schlechtes Signal an die Thuner.

«Jeder muss sich nun sagen: So nicht. Auch wenn viele Spieler in der nächsten Saison nicht mehr dabei sind. Wir müssen viel mehr Gegenwehr leisten. Die Schaffhauser hatten einen stärkeren Gegner erwartet. Die heutige Partie ist für unsere Mannschaft auch eine Frage des Charakters, auch mit Blick auf den Cup», sagt Dominique Gmür, der Sportchef St. Otmars.

Die Thuner stehen in einer sehr umkämpften Halbfinalserie gegen Pfadi Winterthur und könnten für den Cup geschwächt werden. Ihr Schlüsselspieler Lukas von Deschwanden ist bereits angeschlagen.

Wieder ohne Goalie Galia

St. Otmar muss wie schon in der zweiten Parte auf den am Ellbogen verletzten Stammgoalie Martin Galia verzichten. Anstelle des Tschechen steht erneut Captain Jonas Kindler im Tor der St. Galler. Der 25jährige Kindler ist ein guter Goalie und hat schon Länderspiele bestritten.

Ebenfalls fehlen wird Rechtsaussen Ramon Hörler, der am Sonntag verletzt ausschied. Auch Benjamin Geisser ist weiter nicht dabei. Der Kreisläufer mit Nationalmannschaftserfahrung sollte aber bis zum Cup-Halbfinal am 7. März wieder einsatzfähig sein.

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