«Für mich gehört der FC Basel vor den FC St.Gallen»: Was Ex-Espe Jasper van der Werff vor dem Duell gegen seinen Jugendclub sagt

Jasper van der Werff spielt erstmals gegen seinen früheren Club St.Gallen. Und dagegen, dass dieser dem FC Basel davonzieht.

Céline Feller aus Basel
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Spielt FCB-Spieler Jasper van der Werff am Sonntag gegen seinen Jugendklub, den FC St.Gallen?

Spielt FCB-Spieler Jasper van der Werff am Sonntag gegen seinen Jugendklub, den FC St.Gallen?

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Juri Junkov

Keine Sekunde muss Jasper van der Werff überlegen. Dann sagt er: «Das wäre eine perfekte Konstellation für mich.»

Gemeint ist das, was am Sonntag passieren könnte: Dass Van der Werff sein Début für den FC Basel feiert. Nicht in irgendeinem Spiel, sondern in einem, das speziell für ihn wäre. Denn dann gastiert der FC St.Gallen in Basel. Und damit Van der Werffs Jugendclub bei seinem neuen Verein.

Das Projekt geriet ins Stottern

Am 9. Januar ist Van der Werff auf Leihbasis für eineinhalb Jahre von RB Salzburg zu den Baslern gestossen. Eineinhalb Jahre, nachdem er im Sommer 2018 St.Gallen nach lediglich neun Einsätzen in der Super League verliess und den Sprung zu RB wagte. Ein Schritt, der nicht zu früh kam, wie er heute nach wie vor sagt.

Aber vor allem ein Schritt, der bislang nicht ganz aufging. Denn das «Projekt Jasper» und das «Projekt RB Salzburg» ist ins Stocken geraten. Kaum tastete er sich bei Salzburg langsam an die Stammelf heran, da riss der Aussenmeniskus. Van der Werff fiel monatelang aus. «Es war wie ein Schlag für mich.» Einer, der ihn zur Neuorientierung zwang.

Salzburg und Basel sind für Van der Werff auf Augenhöhe

Weil er sich nach Spielpraxis auf höchstem Niveau sehnt, entscheidet er sich für den Wechsel zurück in die Schweiz. «Da Salzburg und der FCB auf Augenhöhe sind, ist das für mich kein Schritt zurück.» Es ist vielmehr einer, der «im Moment für mich der richtige ist», ihm aber auch langfristig für das «Projekt Salzburg» helfen soll. Bei den Salzburgern hat er – gleichzeitig zu seinem Leihvertrag in Basel – bis 2023 verlängert. Dies deutet er als Zeichen, dass man in Salzburg den Weg dereinst mit ihm weitergehen will und wird.

Immer noch eng verbunden mit Kräuchi und Muheim

Erst aber kreuzt sich sein Weg mit seiner alten Liebe. Kommt er zum Einsatz, feiert er sein Pflichtspieldébut für den FC Basel gegen St.Gallen. Als er vor zwei Jahren sein Profidébut mit dem FC St.Gallen feierte, tat er dies – wie kann es anders sein – gegen Basel.

Ein schöner Zufall und ein bisschen verkehrte Welt für ihn, der zehn Jahre für St.Gallen spielte und mit den früheren Mitspielern Alessandro Kräuchi und Miro Muheim noch immer täglich Kontakt hat. Es sind zwei enge Freunde, die als Gegner dabei sein werden. Extrem viele weitere Freunde Van der Werffs haben sich bei ihm nach Tickets für Sonntag erkundigt.

«Sie sind zwar aus St.Gallen, aber werden wegen mir für den FCB sein.»

Für Van der Werff selber ist die Lage auch klar. Auch wenn er sich als Ostschweizer über den Aufschwung der St.Galler freut, weiss er, «dass es ein wichtiges Spiel ist und ein Sieg für uns her muss.» Verliert Basel nämlich erneut, setzt St.Gallen sich auf dem zweiten Platz mit fünf Punkten ab. Basel ist Dritter.

Auch das: etwas verkehrte Welt. Oder wie Van der Werff es sagt: «Für mich gehört der FC Basel an die Tabellenspitze und darum auch vor den FC St.Gallen.»