Für HCT beginnen jetzt die Playoffs

EISHOCKEY. Der neue HCT-Trainer Alex Stein hat seine Arbeit mit viel Leidenschaft aufgenommen. Er will so rasch wie möglich ein Thurgauer Team sehen, das diszipliniert auftritt und Sicherheit ausstrahlt.

Ruedi Stettler
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HCT-Coach Alex Stein gestern nach dem Training in Weinfelden. (Bild: Mario Gaccioli)

HCT-Coach Alex Stein gestern nach dem Training in Weinfelden. (Bild: Mario Gaccioli)

EISHOCKEY. Gestern nach dem Training sass HCT-Trainer Alex Stein (Arbeitsbewilligung ist da) gutgelaunt in der Güttingersreuti: «Im Team stehen viele Junge mit viel Talent und viel Potenzial. Die brauchen noch etwas Zeit, aber wir haben leider keine Zeit. Jetzt müssen wir die Fehlerquelle ganz einfach rasch minimieren. Der Nachwuchs muss viel und sehr, sehr schnell lernen.» Der 40-Jährige hat den HC Thurgau gegen La Chaux-de-Fonds und Langenthal spielen gesehen und dabei festgestellt, «dass die Mannschaft viel zu aggressiv auftritt. Wir müssen besser nach hinten absichern und ruhiger agieren, dann machen wir auch weniger Fehler».

Dass am nächsten Dienstag gleich der kapitale Match gegen die GCK Lions ansteht, ist Stein egal. Seine Meinung tönt einleuchtend: «Für uns beginnen bereits jetzt die Playoffs. Wir müssen in jedem Match die drei Punkte anpeilen. Dafür dürfen wir nicht mehr so viele Strafen nehmen. Daran arbeiten wir. Halten wir die Positionen besser, braucht es ganz automatisch weniger Fouls.»

Helfer mit Schmerzen

Ende Oktober musste der damalige Topskorer Armin Helfer (notabene ein Verteidiger) aus Verletzungsgründen passen. Der Captain litt (und leidet weiter) an einer Darmentzündung und weilt deshalb daheim im Südtirol. Vorgesehen ist aber, dass er an diesem Wochenende in die Schweiz zurückkehrt. Maier muss allerdings anmerken: «Helfer verspürt nach wie vor enorme Schmerzen und kann nur sehr schlecht schlafen. Eine Rückkehr zurück ins Team ist vorerst ungewiss.»

Der wegen einer Verletzung von Helfer das Captainamt ausführende Ronny Keller will sich zur Entlassung von Rolf Schrepfer nicht mehr äussern, hält lakonisch fest: «Der Trainer ist das schwächste Glied.» Aber warum es beim HCT nicht wunschgemäss läuft, darauf hat er auch keine Antwort: «Das ist wohl die Millionenfrage für alle.» Für den Routinier ist allerdings klar, dass es so wie jetzt nicht weitergehen kann: «Wir haben schon viele fehlerhafte Punkte besprochen. Etwa die häufigen Strafen, die wir nehmen. Zuletzt war zwar eine Aufwärtstendenz zu sehen, aber unsere direkten Gegner am Tabellenende punkteten ebenfalls.»

Nüssli wird spielen

Den neuen Trainer Alex Stein kennt Thomas Nüssli bestens von seiner Zeit bei Basel. Der Gossauer hat für den neuen Übungsleiter nur positive Worte übrig: «Er war Assistent von Kent Ruhnke und hat ihm unheimlich viel Arbeit abgenommen. Stein ist mit viel Leidenschaft dabei. Einer, der bis ins kleinste Detail alles überprüft. Ich freue mich auf ihn.» Nach viermonatiger Zwangspause ist bei Nüssli der Muskelaufbau an seinem lädierten Rücken so weit fortgeschritten, dass einem Einsatz nichts mehr im Wege steht: «Ich werde am Dienstag gegen die GCK Lions erstmals im HCT-Trikot auflaufen.»

Die ersten Eindrücke aus den letzten Trainings zeigen folgendes Bild: Nüssli wird erster Center und neben ihm laufen Brian Malony (rechts) und Andreas Küng auf.

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