Für Fortitudo war es schon einfacher

Morgen beginnt für Fortitudo Gossau mit dem Auswärtsspiel gegen Stäfa der Abstiegskampf. Schon sechsmal in Folge schafften es die Gossauer, in der NLA zu bleiben. In der Abstiegsrunde 2015 könnte es für Fortitudo aber heikler werden als auch schon.

Daniel Good
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Philipp Näf Verletzter Rückraumspieler (Bild: Michel Canonica)

Philipp Näf Verletzter Rückraumspieler (Bild: Michel Canonica)

HANDBALL. In der vergangenen Saison stand schon fünf Runden vor dem Ende des Meisterschaftspensums fest, dass Fortitudo Gossau für ein weiteres Jahr in der NLA spielen wird. Im Vorfeld der morgen beginnenden Abstiegsrunde zeichnen sich für die Ostschweizer aber weniger günstige Perspektiven ab. Mit Philipp Näf, Fabian Neff und Remo Monn sind drei Schlüsselspieler aus dem Rückraum verletzt. Monn fällt nach einer Knieoperation drei bis vier Wochen aus, Näf fehlt wegen eines Handbruchs sechs Wochen und Neff ist nach einer Schulteroperation rund drei Monate ausser Gefecht. Zum Glück für Gossau hat der Club Mitte November den Kroaten Bruno Kozina aus der zweiten Mannschaft von Serienmeister Kadetten Schaffhausen verpflichtet, auch wenn der Transfer ein finanzieller Kraftakt war. Der 22jährige Kozina ist im Rückraum links und in der Mitte einsetzbar.

Neuer Trainer

Nach der Hauptrunde nimmt Fortitudo Gossau den drittletzten Tabellenplatz ein. Dieser würde zum siebten Ligaerhalt nacheinander reichen. Den Gossauern steht aber schon morgen um 16.30 Uhr in Stäfa ein Schlüsselspiel bevor. Mit nur zwei Punkten Rückstand sind die Stäfner auf Tuchfühlung mit den Ostschweizern. Zum Auftakt der Abstiegsrunde 2014 verlor Gossau in Stäfa.

Mit dem früheren Nationalspieler René Barth steht bei Stäfa seit Mittwoch ein neuer Trainer an der Seitenlinie. «Das kann sich positiv wie negativ auswirken», sagt Gossaus Trainer Rolf Erdin. Die Partien zwischen Stäfa und Gossau sind immer umstritten. Stäfa ist heimstark und hat in der Hauptrunde zu Hause auch St. Otmar besiegt.

In der Abstiegsrunde spielen Bern Muri, Gossau, Stäfa und Suhr Aarau bis zum 18. April je viermal gegeneinander. Der Zweitletzte der Tabelle muss hernach in die Barrage gegen den Zweiten der NLB, der Tabellenletzte steigt ab.

Wieder zu Hause

Mit einem allfälligen Stechen gegen die zweitbeste NLB-Mannschaft beschäftigt sich Erdin nicht. Zuversicht gibt ihm die Gewissheit, dass Fortitudo die Heimspiele wieder in der renovierten Buchenwaldhalle austragen kann, nachdem die Mannschaft im Herbst in Oberbüren antreten musste. Überdies holte Gossau im Herbst gegen Stäfa und Suhr Aarau, die beiden wohl schärfsten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, sieben von acht Punkten.

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