Für erste NLB-Saison gerüstet

Mit dem Ziel Ligaerhalt nehmen die Frauen des HSC Kreuzlingen bereits am 3. September ihre erste Saison in der zweithöchsten Spielklasse in Angriff.

Markus Rutishauser
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HANDBALL. Vor zwei Jahren spielten die HSCK-Frauen noch in der regionalen 2. Liga. Innerhalb dieser kurzen Zeitspanne schafften die Thurgauerinnen gleich zweimal die Promotion. Vor allem der Aufstieg im letzten Frühjahr in die NLB nach nur einer 1.-Liga-Saison kam für alle aus heiterem Himmel. In den Barragespielen gegen den NLB-Zweitletzten Malters spielte sich das Team phasenweise in einen Rausch.

Punktuell verstärkt

In der NLB ist das Team von Trainer Hans-Peter Lüttin in erster Linie der Herausforderer, zumal das Kader nur bedingt verstärkt werden konnte und die Verletzungshexe in der Vorbereitung heftig zugeschlagen hat. Sechs Abgängen stehen nur drei Neuverpflichtungen gegenüber. Vorerst nicht mehr dabei ist die langjährige Nationalspielerin Caroline Mierzwa, die als «Aushilfe» mit ihrer Routine und Übersicht wesentlichen Anteil am Aufstieg hatte. Dafür konnte die starke Linkshänderin Vanessa Maurer verpflichtet werden. Die 22-Jährige spielte zuletzt für Freiburg in der 3. Deutschen Bundesliga und war die zweiterfolgreichste Werferin der Breisgauerinnen.

Zwei Comebacks

Ihre Comebacks geben die grossgewachsene Rechtshänderin Tina Ertl, die sowohl im Rückraum wie auch auf der linken Aussenbahn eingesetzt werden kann, sowie die ehemalige Nationaltorhüterin Manuela Zecchinel, welche temporär für die rekonvaleszente Nadine Stein einspringt.

Definitiv ins Kader aufgenommen wurden die eigenen Nachwuchstalente Selina Weidmann und Kira Klein (beide 18) sowie Anina Veit (16). Sie spielten zuletzt im U19-Inter-Team auf höchster nationaler Juniorinnenebene und kamen bereits in der letzten Saison zu Einsätzen in der 1. Mannschaft. Hans-Peter Lüttin sieht in der Förderung dieser Talente eine seiner Hauptaufgaben.

Lüttin zeigt sich zuversichtlich, dass man sich auch auf höherem Niveau wird behaupten können. «Wir möchten gerne den Karpfen im Teich spielen und den einen oder anderen Favoriten in Verlegenheit bringen», betont Lüttin. Klar ist für den erfahrenen Coach, dass für den Aufsteiger alles andere als der Ligaerhalt als primäre Zielsetzung vermessen wäre.

Unbekannte Gegner

Die NLB umfasst acht Equipen. Zum Favoritenkreis um die beiden Plätze in der Auf-/Abstiegsrunde zählen Absteiger Amicitia Zürich und Stans. Ambitioniert startet auch Leimental. Die Baslerinnen streben den Sprung in die Promotionsrunde an. Dahinter wird eine ausgeglichene Saison erwartet. Für Herzogenbuchsee, die 2. Teams der Topclubs Zug, Brühl St. Gallen und Nottwil sowie Kreuzlingen geht es darum, sich den Ligaerhalt zu sichern. Der Letzte steigt ab, der Zweitletzte bestreitet die Barrage gegen den 1.-Liga-Zweiten.