Fünf Erkenntnisse aus dem Spitzenspiel der Super League: Jubel nach der Quarantäne

Der FC Basel ist mit einem 3:1-Sieg in St. Gallen aus der Quarantäne zurückgekehrt. Eine entscheidende Rolle dafür nimmt auch der Neuzugang Pajtim Kasami ein.

Raphael Gutzwiller
Drucken
Teilen
Perfekte Schusshaltung: Pajtim Kasami erzielt den Treffer zum 3:1 für Basel.

Perfekte Schusshaltung: Pajtim Kasami erzielt den Treffer zum 3:1 für Basel.

Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

Kasami kann für den FCB eine Verstärkung sein

So richtig will Pajtim Kasami noch nicht reinpassen bei seiner Ligapremiere im Dress des FC Basel. Er agiert im Vergleich zu seinen offensiven Auftritten in der letzten Saison mit dem FC Sion ungewohnt defensiv. Und als Sechser vor der Abwehr unterlaufen ihm vor allem in der ersten Hälfte immer wieder unnötige Ballverluste.

Dass Kasamis Debüt für den FCB schliesslich ein positives wird, verdankt er einer Aktion. Julian von Moos legt den Ball zurück, Kasami, der gefühlt zum ersten Mal in der Partie in den gegnerischen Strafraum eingedrungen war, trifft zum 3:1-Schlussstand gegen den FC St. Gallen. Fast hätte ihm Schiedsrichter Lukas Fähndrich mit einem Abseitspfiff noch einen Strich durch die Rechnung gemacht, der VAR entscheidet aber, dass der Treffer zählt. Glück hatte er, als ein mögliches Handspiel von ihm im eigenen Strafraum nicht geahndet wurde. Kasami zeigt bei seinem Auftritt zwar noch reichlich Luft nach oben, er beweist aber auch, dass er für den FC Basel mit seinem Riecher, seiner Persönlichkeit und seinem Spielverständnis wichtig werden kann. Spannend wird sein, ob er diese Rolle künftig als Sechser oder in einer offensiveren Rolle einnimmt.

Basel hat einen neuen Lieblingsgegner

Jubel beim FCB: Edon Zhegrova (links) und Arthur Cabral, der Torschütze zum 1:0.

Jubel beim FCB: Edon Zhegrova (links) und Arthur Cabral, der Torschütze zum 1:0.

Claudio Thoma / Freshfocus

5:0 im Schlussspurt der letzten Meisterschaft, diesmal ein 3:1: Dem FC Basel gefällt es prächtig in der Ostschweiz. Auch wenn sich St. Gallen zu einem Spitzenteam entwickelt hat, ist Basel in Direktduellen jeweils überlegen. Das liegt auch daran, dass bei den St. Gallern die Unerfahrenheit in diesen Partien immer wieder deutlich wird. Der FC Basel dagegen zeigt, dass er auch souverän und reif agieren kann, wenn Routiniers wie Valentin Stocker, Luca Zuffi oder der neu verpflichtete Timm Klose fehlen.

St. Gallen fehlt die Durchschlagskraft

Es fehlt noch einiges bei Basil Stillhart und dem FC St. Gallen.

Es fehlt noch einiges bei Basil Stillhart und dem FC St. Gallen.

Benjamin Manser

Dem FC St. Gallen fehlt nach der letzten hervorragenden Saison noch einiges. Die Punktausbeute mag zwar besser sein als im Vorjahr zum selben Zeitpunkt, dennoch erinnern nur Ansätze an die Leistungen der letzten Saison. St. Gallen fehlt es nach den Abgängen von Silvan Hefti, Cedric Itten und Ermedin Demirovic zu oft an der Konsequenz. Die letzten Pässe kommen nicht, die Abschlüsse sind zu ungenau. Und in der Defensive treffen die St. Galler oft falsche Entscheide.

Junges St. Galler Team steht schon unter Druck

Nach der Niederlage beim FC Basel haben die Ostschweizer seit drei Ligaspielen nicht mehr gewonnnen. Wollen sie weiterhin träumen, erneut um den Titel mitspielen zu können, müssen sie sich steigern. Am Sonntag gibt es gegen Meister Young Boys das nächste Spitzenspiel. Der FCSG muss sich in Sachen Effizienz und Genauigkeit deutlich steigern, will man an die letztjährige Saison anknüpfen.

Siegen nach der Quarantäne ist möglich

Freude beim FC Basel, Frust beim FC St. Gallen.

Freude beim FC Basel, Frust beim FC St. Gallen.

Marc Schumacher / freshfocus

Der FC Basel hat es vorgezeigt: Auch nach der Quarantäne kann man gewinnen. Im ersten Spiel nach zehn Tagen in den eigenen vier Wänden fehlt dem FCB zwar noch die Frische, er siegt aber dank Effizienz dennoch. Basel war das erste von fünf Teams aus der Super League, das in Quarantäne musste. Am Mittwoch kehrt mit Sion die zweite Equipe zurück, es trifft auf den FC Luzern. Des Weiteren sind die Teams von Vaduz, Lugano und Servette von positiven Coronafällen betroffen.