Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Früher ging der Dritte leer aus

Die kleine Sportfrage
Daniel Good

Seit wann erhalten Olympiasieger eine Goldmedaille?

Erst seit 1908 in London werden die besten Athleten eines olympischen Wettkampfes mit Gold ausgezeichnet. Vorher gab es für den Sieger eine Silbermedaille und für den Zweiten Bronze. Der Dritte erhielt an den Olympischen Spielen 1896, 1900 und 1904 überhaupt kein Edelmetall.

Die an den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm abgegebenen Goldmedaillen waren noch aus purem Gold. Sie wogen aber nur 23 Gramm. Mit dem reinen Gold war nachher Schluss. Die Goldmedaillen der Moderne müssen laut der Vorschrift des Internationalen Olympischen Komitees nur sechs Gramm Gold mit einer Feinheit von 999,9 enthalten. Der Rest ist Silber. Eine Goldmedaille der neuen Generation ist also nicht viel mehr als eine silberne Auszeichnung mit einem Goldüberzug.

Die Goldmedaillen an den jetzigen Winterspielen in Südkorea wiegen 586 Gramm. 580 Gramm sind aus Silber. Das Edelmetall, das ein Olympiasieger 2018 erhält, hat nur einen Wert von etwa 530 Franken. Weit grösser ist die symbolische Bedeutung von olympischem Gold. Ein erster Platz an Olympischen Spielen ist insbesondere für Athletinnen und Athleten aus Randsportarten das Höchste der Gefühle. Zudem lässt sich ein Olympiasieg sehr gut vermarkten. Das gilt auch für die Plätze zwei und drei.

Daniel Good

Weshalb tun die das? Die Welt des Sports steckt voller kleiner Rätsel. Einigen zentralen und weniger zentralen Fragen aus der Welt der Profis geht die Sportredaktion in dieser Rubrik nach.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.