«Froh, wenn es jetzt losgeht»

BEACHVOLLEYBALL. Isabelle Forrer (Oberaach) und Anouk Vergé-Dépré haben eine starke Saison 2012 hinter sich und hoffen im 2013 wieder auf Efforts. Seit gestern Mittwoch weilen die zwei in der Türkei.

Ruedi Stettler
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Anouk Vergé-Dépré verfolgt genau, was die Thurgauerin Isabelle Forrer mit dem Ball macht. (Bild: FIVB/Carlo Schnotterer)

Anouk Vergé-Dépré verfolgt genau, was die Thurgauerin Isabelle Forrer mit dem Ball macht. (Bild: FIVB/Carlo Schnotterer)

Vor dem gestrigen Abflug meinte die Bernerin Anouk Vergé-Dépré gutgelaunt: «Nach dem zweiwöchigen Aufenthalt auf der Insel Teneriffa steht jetzt bis am 12. April ein Abstecher in die Türkei an. Dort wollen wir uns nach unzähligen Lektionen am Nationalen Leistungszentrum in Bern den nötigen Feinschliff für die ersten Turniere holen. Mitte April erfolgt für uns der Start zur World Tour in China.»

In Asien stehen für die Schweizer Meisterinnen (war eine Premiere) gleich zwei Veranstaltungen auf dem Programm, zuerst in Fuzhou und dann in Shanghai. Ursprünglich wäre ja der Auftakt in Argentinien vorgesehen gewesen, doch dieser Anlass von Ende März in Corrientes wurde nun auf Ende Mai verschoben.

Verschiedene Neuerungen

Die am 11. Februar erst 21 Jahre alt gewordene Vergé-Dépré hat das Pfeiffersche Drüsenfieber aus dem Vorjahr endgültig überwunden und ist voller Tatendrang. Die starken Leistungen – unter anderem wurde sie mit Nina Betschart Junioren-Weltmeisterin im kanadischen Halifax – zeigen sich auch darin, dass sie für den Schweizer Nachwuchspreis vom 19. April nominiert wurde. Doch die junge Sportlerin hat noch ganz andere Ziele. Sie lacht und gibt recht wenig preis: «Jetzt bin ich zuerst ganz einfach mal mega froh, dass es endlich wieder losgeht.»

Die Umstrukturierungen bei Swiss Volley haben auch das erfolgreiche Duo Forrer/Vergé-Dépré relativ empfindlich getroffen. Nicht mehr Jean-Charles Vergé-Dépré und Claudia Laciga sind als Headcoaches für die beiden verantwortlich, sondern Nationaltrainer Sebastian Beck und Christoph Dieckmann. Der ehemalige Kreuzlinger hat mittlerweile die sportliche Leitung für das gesamte Schweizer Frauen-Kader übernommen und wird neu vom Deutschen assistiert.

Für Forrer kein Problem: «Das ist halt jetzt so.» Die Oberaacherin freut sich auf die Zeit in Alanya (Tür), weil dort auch ein Satellite-Turnier absolviert wird: «Die Besetzung ist wirklich sehr gut. Danach sollten wir etwas besser wissen, wo wir stehen.» Anschliessend an den Türkei-Abstecher sind die Beachvolleyballerinnen gerade mal eine Woche in der Schweiz, bevor am 20. April die «Exkursion China» rollt.

Nicht am Strand

Wie jedes Jahr fuhren Forrer/Vergé-Dépré Anfang März für zwei Wochen auf die Insel Teneriffa, weil dort zu dieser frühen Jahreszeit stets optimale Trainings möglich sind. Die Thurgauerin Isa Forrer merkt aber an: «Für einmal lief das Ganze nicht am Strand ab, sondern im Trainings-Center T3. Probleme gab das allerdings keine, wir haben uns rasch an diese Outdoor-Bedingungen gewöhnt. Neben vielen technischen Einheiten gehörten erste Sideouts-Situationen zum Programm.»

Und besonders gerne absolvierten die Schweizerinnen einige Lektionen mit Teams aus Österreich, Spanien und der Slowakei. Forrer darf frohgemut vermelden: «Diese Vergleiche haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.» Nach der Rückkehr aus Spanien wurde wieder in Bern geübt, bevor am Mittwoch der Flug in die Türkei für neue und willkommene Abwechslung sorgte. Und heute Donnerstag wird wohl auch der 31. Geburtstag von Isabelle Forrer ein bisschen gefeiert.

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