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Frischluft im Treibhaus für Wawrinka

Auf der Zielgeraden seiner Karriere peilt Stan Wawrinka wieder Siege bei Grand-Slam-Turnieren an. Gegen den Slowaken Jozef Kovalik ist ihm der Auftakt an den French Open mit einem Sieg in vier Sätzen gelungen.
Simon Häring, Paris
Stan Wawrinka nach dem gewonnenen Erstrundenspiel am Montag. (Bild: Christophe Ena/AP (27. Mai 2019))

Stan Wawrinka nach dem gewonnenen Erstrundenspiel am Montag. (Bild: Christophe Ena/AP (27. Mai 2019))

Gepriesen als «Fusion von Sport und Natur», trägt der gläserne, zur Hälfte im Boden versenkte Neubau im Botanischen Garten den Namen von Simonne Mathieu. Der Platz, der 4950 Zuschauern Platz bietet, ist ein echtes Unikum. Umrahmt wird das Bijou im Garten Eden von vier Treibhäusern, jeder Flügel präsentiert dabei die Flora eines anderen Kontinents: Afrika, Südamerika, Australien und Amerika. Kein Platz wäre für Stan Wawrinkas Rückkehr nach Paris passender gewesen als dieser. In Genf, wo er in der 1. Runde scheiterte, sagte der 34-Jährige: «Ich bin langsam am Ende meiner Karriere angelangt.» Doch mit Gedanken an den Rücktritt beschäftigt er sich nicht. «Es ist mein Ziel, wieder Titel gewinnen zu können.»

Den bislang letzten seiner 16 Turniersiege feierte er 2017 beim Heimturnier in Genf. Im gleichen Sommer folgte mit zwei Operationen am linken Knie die grösste Zäsur seiner Karriere.

Bis auf Platz 285 in der Weltrangliste abgerutscht

Im Oktober 2017 trennte sich sein Trainer Magnus Norman von ihm, was Wawrinka tief verletzte. Die Pause habe ihn dazu gezwungen, sich mental und körperlich zu erholen. Doch vor allem habe er auch gemerkt, auf wen er sich verlassen könne – und auf wen nicht. «Ich hatte viel Zeit, um über mich und meine Karriere nachzudenken», sagt er über die schwierigste Zeit seines Lebens. Nach den French Open im Vorjahr rutschte der Romand in der Weltrangliste bis auf Rang 285 ab.

Doch das Turnier markiert auch den Wendepunkt. Wawrinka besinnt sich auf alte Weggefährten, spricht sich mit Norman aus und bindet seinen langjährigen Freund und Co-Trainer Yannick Fattebert noch stärker in seine Planung ein. Ein Jahr später ist Wawrinka zwar noch nicht ein Anwärter auf Grand-Slam-Turniersiege, steht aber wieder unter den Top 30 der Weltrangliste. «Das ist bereits ein Erfolg», sagt der Romand.

Gerüchte um Trennung von seiner Freundin

Doch er sagt auch, dass es ihm nicht reiche. Nicht, nach der Karriere, die er bisher hatte. Drei Grand-Slam-Turniere hat Stan Wawrinka gewonnen, dabei im Final jeweils die aktuelle Nummer 1 der Welt besiegt. Es ist auch sein eigener Massstab. Danach gefragt, ob er sich als Anwärter auf den Sieg sieht, sagte er nach dem 6:1, 6:7 (3:7), 6:2, 6:3 gegen den Slowaken Jozef Kovalik (ATP 132) in der ersten Runde der French Open: «Es ist schwierig zu sagen, wo ich stehe. Ich trainiere und fühle mich gut und hoffe, dass ich das hier zeigen kann.»

Der Sieg auf dem Court Simonne-Mathieu, diesem Treibhaus, soll ihm im Herbst der Karriere weitere Frischluft verschaffen. Zuletzt hatte es in Wawrinkas Umfeld Unruhe gegeben, nachdem über eine Trennung von seiner Freundin Donna Vekic spekuliert worden war. In Genf auf die Veränderung in seinem Privatleben angesprochen, sagte er: «Ich hatte viele Veränderungen in meinem Leben. Ich habe mich weiterentwickelt, kann die Dinge jetzt besser trennen.»

French Open

Paris. French Open. Grand-Slam-Turnier (42,7 Mio. Euro/Sand). Männer. 1. Runde: Stan Wawrinka (SUI/24) s. Kovalik (SVK) 6:1, 6:7 (3:7), 6:2, 6:3. Henri Laaksonen (SUI/LL) s. Martinez (ESP/Q) 6:1, 6:0, 7:6 (7:4). Djokovic (SRB/1) s. Hurkacz (POL) 6:4, 6:2, 6:2. Nadal (ESP/2) s. Hanfmann (GER/Q) 6:2, 6:1, 6:3. Thiem (AUT/4) s. Paul (USA/WC) 6:4, 4:6, 7:6 (7:5), 6:2. Herbert (FRA) s. Medwedew (RUS/12) 4:6, 4:6, 6:3, 6:2, 7:5. Coric (CRO/13) s. Bedene (SLO) 6:1, 6:7 (4:7), 6:4, 6:4. Ignacio Londero (ARG) s. Basilaschwili (GEO/15) 6:4, 6:1, 6:3. Pella (ARG/19) s. Andreozzi (ARG) 7:6 (7:2), 6:4, 1:6, 6:1. Struff (GER) s. Shapovalov (CAN/20) 7:6 (7:1), 6:3, 6:4. De Minaur (AUS/21) s. Klahn (USA) 6:1, 6:4, 6:4. Simon (FRA/26) s. Stachowski (UKR) 6:3, 6:3, 6:4. Krajinovic (SRB) s. Tiafoe (USA/32) 6:2, 4:6, 6:3, 3:6, 6:0. Garin (CHI) s. Opelka (USA) 7:6 (7:0), 7:5, 7:6 (9:7). – Wawrinka in der 2. Runde gegen Garin, Laaksonen gegen Djokovic.

Frauen. 1. Runde: Su-Wei (TPE/25) s. Viktorija Golubic (SUI) 6:4, 3:6, 6:0. Bertens (NED/4) s. Parmentier (FRA) 6:3, 6:4. Barty (AUS/8) s. Pegula (USA) 6:3, 6:3. Serena Williams (USA/10) s. Diatschenko (RUS) 2:6, 6:1, 6:0. Sevastova (LAT/12) s. Kumkhum (THA) 6:1, 6:4. Kudermetowa (RUS) s. Wozniacki (DEN/13) 0:6, 6:3, 6:3. Kanepi (EST) s. Görges (GER/18) 7:5, 6:1. Mertens (BEL/20) s. Zidansek (SLO) 6:4, 3:6, 6:2. Vekic (CRO/23) s. Samsonowa (RUS/Q) 6:2, 6:4. Konta (GBR/26) s. Lottner (GER/Q) 6:4, 6:4. Suarez Navarro (ESP/28) s. Jastremska (UKR) 2:6, 7:6 (7:0), 6:0. Alexandrowa (RUS) s. Buzarnescu (ROU/30) 6:4, 6:4. Hercog (SLO) s. Sasnowitsch (BLR/32) 4:6, 6:2, 8:6.

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