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Frischer Motivationskick für den FCL gegen Thun dank dem torgefährlichen Rückkehrer Marvin Schulz

Nur vier Tage nach dem bitteren Cup-Halbfinal-Aus gegen den FC Thun, tritt der FC Luzern heute Samstag (19 Uhr) schon wieder zu Hause gegen die unbequemen Gäste an. Nach abgesessener Sperre spielt FCL-Mittelfeldmann Marvin Schulz wieder.
Daniel Wyrsch
Nicht erst mit dem Doppelpack gegen St.-Gallen-Keeper Dejan Stojanovic hat Marvin Schulz Goalgetterqualitäten bewiesen. (Bild: Meienberger/Freshfocus, St. Gallen, 20. April 2019)

Nicht erst mit dem Doppelpack gegen St.-Gallen-Keeper Dejan Stojanovic hat Marvin Schulz Goalgetterqualitäten bewiesen. (Bild: Meienberger/Freshfocus, St. Gallen, 20. April 2019)

Rechtsverteidiger Christian Schwegler (34) und Mittelfeldspieler Marvin Schulz (24) waren am vergangenen Dienstag gesperrt. Der Cup-Halbfinal gegen Thun fand ohne die beiden Luzerner Leistungsträger statt. Während Schwegler den Match komfortabel von einem Sitzplatz der Haupttribüne verfolgte, mischte sich der zehn Jahre jüngere Deutsche Schulz mit seinen Freunden unter die Fans auf den Stehplätzen in der Kurve.

Auch auf dem Rasen hat Marvin Schulz in den bald zwei Jahren beim FC Luzern nicht wie meist üblich die gleiche oder ähnliche Position gespielt. Ganz im Gegenteil: Der frühere Bundesliga-Profi von Borussia Mönchengladbach kam nur zuerst ausschliesslich in der Innenverteidigung zum Einsatz. Danach beorderte ihn der damalige Trainer Markus Babbel ins defensive Mittelfeld. Unter Gerardo Seoane ging Schulz zurück in die zentrale Abwehr, ehe René Weiler ihn wieder meistens eine Reihe weiter vorne als Mittelfeldmann einsetzte.

Vor Wochenfrist in St. Gallen hatte der aktuelle FCL-Coach Thomas Häberli eine neue Aufgabe für Marvin Schulz: Er spielte erstmals direkt hinter der einzigen Sturmspitze Shkelqim Demhasaj. Dabei setzte Schulz die Idee des Trainers gar besser als erwartet um: Zweimal kam er nach Kontern zu Eins-zu-Eins-Duellen mit St.-Gallen-Schlussmann Dejan Stojanovic, beide Herausforderungen meisterte Schulz mit Bravour. Er brachte den Ball am Keeper vorbei ins Netz, hatte mit dem Doppelpack den entscheidenden Anteil am 2:1-Auswärtssieg.

Schulz witzelt, dass er bald stürmen wird

Der sonst meistens auffallend ruhige Schulz strahlte beim 140-Jahr-Jubiläum des FC St.Gallen am meisten. Kurzum, der junge Mann aus dem Ruhrpott verdarb den Ostschweizern die Party. Auf seine Positionswechsel beim FCL angesprochen, meinte Schulz schmunzelnd: «Ich wechsle immer weiter nach vorne, bald spiele ich im Angriff.» Einst im Nachwuchs war es gerade umgekehrt: Bis zur U17 von Gladbach war der in Mülheim an der Ruhr aufgewachsene Westfale Stürmer, dann hatte ein Trainer andere Pläne, und er wurde zum Innenverteidiger umfunktioniert. Lucien Favre setzte ihn auch in der Bundesliga auf ­dieser Position ein. Der Einstand in der deutschen Eliteklasse misslang im August 2015 mit einem 0:4 in Dortmund.

Selbst in der Super League machte Schulz in der Abwehr nicht immer den sichersten Eindruck. Die meisten FCL-Fans freuten sich, als er vermehrt weiter entfernt vom eigenen Tor eingesetzt wurde. Und spätestens im letzten Herbst beim Treffer zum 2:2 in Bern, in dem mit 3:2 gewonnenen Match gegen YB, sah man, dass Schulz einen harten und platzierten Schuss besitzt. Ebenso traf er Anfang März gegen GC mit einem präzisen Weitschuss zur 1:0-Führung, die Partie in Zürich gewann Luzern 3:1. Gegen Xamax (1:2) und wie erwähnt in der letzten Ligarunde gegen St. Gallen traf er im Sololauf gegen den Keeper. Angesprochen auf seine Nervenstärke vor dem Tor entgegnete Schulz verschmitzt lächelnd: «Als Ex-Stürmer weiss ich, wie es sich anfühlt, ganz vorne anzugreifen.»

Im eigenen Stadion die Thuner Abwehrspezialisten auskontern?

Was auffällt ist, dass Schulz alle fünf Saisontore auswärts erzielt hat. Wie das gesamte Luzerner Team behagt ihm der freie Raum beim Kontern. Aber kann sich FCL-Trainer Thomas Häberli vorstellen, zu Hause gegen die abwartenden und auf Gegenstösse lauernden Thuner ebenfalls aus einer kompakten Abwehr auf ein schnelles Umschaltspiel zu setzen? «Natürlich macht man sich als Trainer auch solche Gedanken», antwortete Häberli, ohne konkret zu werden.

Vielleicht hat Häberli bei der Re­vanche des verlorenen Cup-Halbfinals den Dreh raus, um Thun in dieser Saison doch noch zu schlagen. Der effiziente Schulz ist aller Voraussicht nach bereit, entscheidende Nadelstiche zu setzen.

Luzern spielt heute Samstag im Retro-Meistershirt

Den grössten Erfolg der 118-jährigen Vereinshistorie feierte der FC Luzern am 10. Juni 1989. Vor 24'000 Zuschauern sicherte sich das Team des inzwischen verstorbenen Friedel Rausch im Allmendstadion mit einem 1:0-Sieg über Servette den ersten und bis dato einzigen Meistertitel.

Aus diesem Grund schaut der FCL heute Samstag im Heimspiel gegen den FC Thun auf diese Sternstunde zurück. Rund 30 Jahre danach spielen die Luzerner in Retro-Leibchen der damaligen Meistermannschaft. Schürpf, Vargas, Schulz und Eleke tragen Tenues, die genau gleich aussehen wie 1989 diejenigen von Marini, Baumann, Burri und Mohr. Welchen Bezug zu den Meisterhelden von damals hat der bald 35-jährige FCL-Profi Christian Schwegler? «Ich war damals erst fünfjährig, kann mich darum nicht mehr so recht an die grosse Feier erinnern», meint er lächelnd. Die meisten aktuellen Spieler waren damals noch gar nicht geboren. Luzern-Coach Thomas Häberli (45) feierte beim entscheidenden Match als 15-Jähriger auf der Stehrampe mit.

Das «Siehe LNN»-Meisterleibchen kann bestellt werden

Nicht wie der FC St. Gallen, der vor einer Woche 1400 Retro-Leibchen zum 140-Jahr-Jubiläum verkaufte, produzierte der FCL nicht viele Meistertrikots. Das legendäre «Siehe LNN»-Shirt ist aber im FCL-Fanshop (Telefon 0848 317 000) oder per E-Mail (fanshop@fcl.ch) für 65 Franken erhältlich. (dw/jwe)

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