Freundschaftliche Rivalität

Noch ist von der Rivalität zwischen Brühl und St. Gallen nichts zu spüren. An der gemeinsamen Medienkonferenz vor dem ersten Stadtmatch seit 40 Jahren herrscht zwischen Präsidenten, Trainern und je einem Spieler eine gelöste Stimmung.

Markus Zahnd
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Gemeinsame Medienkonferenz vor dem Stadtmatch: Erik Regtop, René Hungerbühler, Dölf Früh und Jeff Saibene (von links). (Bild: Coralie Wenger)

Gemeinsame Medienkonferenz vor dem Stadtmatch: Erik Regtop, René Hungerbühler, Dölf Früh und Jeff Saibene (von links). (Bild: Coralie Wenger)

Noch ist von der Rivalität zwischen Brühl und St. Gallen nichts zu spüren. An der gemeinsamen Medienkonferenz vor dem ersten Stadtmatch seit 40 Jahren herrscht zwischen Präsidenten, Trainern und je einem Spieler eine gelöste Stimmung. Man macht sich Komplimente, man schenkt sich Wasser ein, man lacht zusammen. Auch unter den Anhängern der Vereine werden am Samstag keine Auseinandersetzungen erwartet, sagt Brühls Präsident René Hungerbühler: «Das Spiel stellt laut Stadtpolizei kein Sicherheitsrisiko dar, es gibt keine verfeindeten Fanlager.»

Trotz aller Nettigkeiten: An der Medienkonferenz sind doch auch Unterschiede zu erkennen. So entschuldigt sich Brühls Vizepräsident Richard Zöllig zu Beginn bei den Journalisten, dass die Orientierung im Clubrestaurant – einige Gäste sitzen noch beim Feierabendbier – und nicht in einem Presseraum stattfinde, wie man sich das vom FC St. Gallen gewohnt sei.

Trainingsanzug statt Jackett

Noch deutlicher ist der Unterschied zwischen den Vereinen aber vor allem zu sehen: Während die Vertreter St. Gallens – Dölf Früh, Jeff Saibene und Philippe Montandon – im feinen Anzug erscheinen, trägt auf Brühler Seite nur Hungerbühler ein Jackett, Trainer Erik Regtop und Captain Alex de Freitas sprechen im Trainingsanzug zu den Journalisten.

Im Spiel keine Geschenke

Und als die sechs Männer zum Geschehen auf dem Platz befragt werden, klingt es kurzzeitig nicht mehr ganz so freundschaftlich: «Wir werden keine Geschenke verteilen, wir wollen unbedingt gewinnen», sagt Früh. Trotz Aussenseiterrolle erhofft sich aber auch Hungerbühler Punkte: «Wir werden uns nicht kampflos ergeben, in einem Derby ist alles möglich.» Das war's dann aber auch schon mit Rivalität. Denn kaum ist die Medienkonferenz vorbei, diskutieren die Präsidenten bei einem freundschaftlichen Bier weiter.

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