Freizeit- und Freiluftsportler

Der Österreicher Romed Baumann war in Val Gardena für den Versprecher des Tages verantwortlich, als er sich und seine Kollegen als Freizeitsportler anstatt Freiluftsportler bezeichnete.

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Der Österreicher Romed Baumann war in Val Gardena für den Versprecher des Tages verantwortlich, als er sich und seine Kollegen als Freizeitsportler anstatt Freiluftsportler bezeichnete. Die am Samstag wegen starker Windböen nach 21 Fahrern abgebrochene Abfahrt auf der Saslong liess Fahrer und Trainer allerdings daran zweifeln, ob der Ausdruck Freiluftsport zutreffe.

Frust der Franzosen

Die in Führung liegenden Franzosen Johan Clarey und Adrien Théaux drückten ihren Unmut über den Abbruch derart verständlich aus, dass sie selbst von nicht französisch sprechenden Südtirolern verstanden wurden. Der aus Wut von Théaux zerbrochene Stock unterstrich den Frust. Nach 41 Jahren hätten die Franzosen einen Doppelsieg in der Abfahrt feiern können. Sie gingen nicht in die Geschichte ein, weil Renndirektor Günther Hujara die Abfahrt abbrach.

An dritter Stelle lag der Schweizer Patrick Küng. Auch er hatte die vordere Startnummer genützt und ärgerte sich in Glarner Mundart ebenso über den Abbruch wie die französischen Leidensgenossen. Seine Frage, wann denn für alle gleiche Bedingungen sein würden, brachte die Freiluftsport-Diskussionen auf den Punkt. «Wenn man Didier Cuche noch fahren lässt, dann kann man auch die andern runterlassen», enervierte sich Küng.

Cuche vom Winde verweht

Cuche wurde von Windböen verweht, fuhr auf Platz 18, sagte aber, es sei nicht gefährlich gewesen. Der Neuenburger griff sich an den Kopf, weil nach seiner Fahrt völlig unverständlich eine längere Pause eingeschaltet wurde, um auf bessere Verhältnisse zu warten. Cuche wies darauf hin, dass man in einem Freiluftsport manchmal Glück und manchmal Pech habe. Je nach Plazierung fiel die Einschätzung unterschiedlich aus. Die besiegten Österreicher begrüssten den Abbruch, Super-G-Sieger Beat Feuz als Zwölfter ebenfalls. (uhu)