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Von Akwuegbu bis Wahl – zehn Irrtümer Derzeit stehen beim FC St. Gallen zwölf ausländische Spieler unter Vertrag. Keiner von ihnen tritt überragend auf, sie zählen aber auch nicht zu den schwächsten zehn Ausländern, die in den vergangenen 25 Jahren in St. Gallen gewirkt haben.

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Von Akwuegbu bis Wahl – zehn Irrtümer

Derzeit stehen beim FC St. Gallen zwölf ausländische Spieler unter Vertrag. Keiner von ihnen tritt überragend auf, sie zählen aber auch nicht zu den schwächsten zehn Ausländern, die in den vergangenen 25 Jahren in St. Gallen gewirkt haben. Hier sind sie in alphabetischer Reihenfolge:

Benedict Akwuegbu war 2004 in zwölf Spielen nahezu harmlos.

Aber nicht nur in der Ostschweiz tat sich der nigerianische Stürmer schwer: in 20 Jahren wechselte er 18mal den Verein. Schier unvorstellbar, dass er 21 Länderspiele bestritt und 2002 an der WM teilnahm.

Leonel Herrera spielte 1997/1998 in St. Gallen. Halblange Haare, Typ Mädchenschwarm, präsentierte er sich bei seiner Ankunft vollmundig als zweiter Iván Zamorano. Tatsächlich war Herrera eine einzige Enttäuschung.

Eduardo Hurtado war 1993 in der Ostschweiz. «El tanque» (der Panzer) nannten sie ihn in Ecuador. In St. Gallen stolperte er hilflos auf dem Platz herum. In der Heimat und in den USA blühte er später auf und war 1995 achtbester Torschütze der Welt.

Nur in St. Gallen kein Held

Phil Masinga ist in Südafrika ein Held. In 58 Länderspielen gelangen ihm 19 Tore. Überall war er Goalgetter, etwa bei Leeds und Bari, nicht aber in St. Gallen.

Zehn Spiele, kein Treffer – ein magerer Leistungsausweis für einen, der eine Million Franken kostete.

Jesús Mendez ist ein defensiver Mittelfeldspieler. St. Gallens damaliger Sportchef René Weiler dachte 2007 aber, er hätte einen Spielmacher verpflichtet. Mendez, angeblich für über eine Million Franken gekommen, war ein einziges Missverständnis. Er litt an Heimweh. Heute spielt er für Boca Juniors, einen der renommiertesten Clubs Südamerikas.

Edvaldo Pereira fiel nur durch sein Verhalten abseits des Rasens auf. In Gossau baute er betrunken einen Verkehrsunfall und nervte die Nachbarn, indem er frühmorgens die Musik voll aufdrehte. In St. Gallen enttäuschte der Brasilianer fussballerisch wie auch in Thailand, China, Mexiko, Uruguay und Portugal.

Tardellis Zigaretten

Ivan Stefanovic kam 2001 mit dem Brasilianer Jefferson nach St. Gallen.

Der Club zahlte über eine Million Franken für die beiden und verzichtete dafür auf die Verpflichtung von Alex Frei. Eine Fehlentscheidung par excellence.

Marco Tardelli wurde 1982 mit Italien Weltmeister. In der Saison 1987/1988 gab er ein teures und erfolgloses Gastspiel in der Ostschweiz. In 14 Partien wirkte er gelangweilt und vor allem lauffaul. Lag es auch daran, dass er sich Minuten vor einem Einsatz jeweils noch eine Zigarette gönnte?

Jorge Theiler kam 1991 als argentinischer Internationaler nach St. Gallen, wo er vor allem im Nachwuchs zum Einsatz gelangte. Der Irrtum mit dem Abwehrspieler kostete einen Geschäftsmann rund eine Million Franken.

Jens Wahl bestritt für die ehemalige DDR ein Länderspiel und war 1991 mit Hansa Rostock letzter ostdeutscher Meister. Ihm unterliefen 1996 in St. Gallen schlimmste Abwehrfehler. Als er den Verein verliess, sollen manche gejubelt haben. Andreas Werz

Der nächste Freistoss erscheint nach der Winterpause im Februar.

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