Der FC Wil tritt im Cup gegen Aarau an: Es ist Alex Freis Feuertaufe mitten im Wiler Umbruch

Alex Frei debütiert am Samstag um 18.30 Uhr als FC-Wil-Trainer im Cup gegen Aarau. Zuviel Versprechen will der 41-Jährige noch nicht: «Wir sind Aussenseiter.» Die Wiler treten im Vergleich zur vergangenen Saison mit einem völlig ausgetauschten Team an. Und noch herrscht im Klub ein Kommen und Gehen.

Ralf Streule
Drucken
Teilen
Trainer Alex Frei: «Nach fünf Tagen darf man noch keine Wunder erwarten.»

Trainer Alex Frei: «Nach fünf Tagen darf man noch keine Wunder erwarten.»

Bild: Benjamin Manser

Alex Frei kennt seine Spieler vom FC Wil erst seit fünf Tagen, und fast täglich kommen weitere Wechsel hinzu. Am Freitag wurde der Abgang von Andrea Padula bekannt. Der Aussenverteidiger, der dem FC Wil in den vergangenen Spielen viel Tempo bescherte, folgt Ciriaco Sforza nach Basel. Es ist ein weiterer Wechsel eines Wilers in die Super League, an dem die Ostschweizer auch finanziell profitieren dürften: Padula hatte noch einen Vertrag bis 2021.

Andrea Padula in Aktion gegen den FC Vaduz.

Andrea Padula in Aktion gegen den FC Vaduz.

Bild: FC Wil

15 Abgänge und 13 Zuzüge beim FC Wil

Maren Haile-Selassie.

Maren Haile-Selassie.

FC Wil

Gleichzeitig vermeldete der Klub den leihweisen Zuzug von Maren Haile-Selassie, dem 21-Jährigen vom FC Zürich, der bereits 31 Super-League-Einsätze als Offensivspieler hinter sich hat. Damit steht der FC Wil mittlerweile bei 15 Abgängen und 13 Zuzügen. Von jenen Spielern, die in der letzten Partie der vergangenen Saison im Einsatz waren, sind nur noch vier im Kader dabei.

Startaufstellung für das Cupspiel steht bereits

Dennoch habe er sich in den ersten Tagen bereits einen guten Überblick über die Mannschaft verschaffen können, sagt Frei. «Ich weiss, auf welche elf Spieler ich in Aarau zu Beginn setzen werde», sagt der 41-Jährige. Im Cup tritt sein Team am Samstag um 18.30 Uhr im Brügglifeld an.

Captain Philipp Muntwiler.

Captain Philipp Muntwiler.

Marc Schumacher / freshfocus

Der einzige wahre Routinier im Team, Philipp Muntwiler, dürfte dabei gesetzt sein. «Er ist mit seiner Art und seinem Spiel gewissermassen ein Anker für die jungen Spieler und wird Captain bleiben», so Frei. Im Spiel gegen Aarau sieht er sein Team in der Aussenseiterrolle, grosse Erwartungen will er nicht wecken. «Aarau ist in der Challenge League ein Mitfavorit für den Aufstieg», ist er überzeugt. Und: «Nach fünf Tagen darf man keine Wunder erwarten, für viele meiner Spieler ist die Challenge League Neuland.» Frei ist aber überzeugt, dass er dank der Geduld, die im FC Wil herrsche, bald ein konkurrenzfähiges Team stellen und auch weitere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs einbauen könne. Die Meisterschaft beginnt für den FC Wil heute in einer Woche, ebenfalls in Aarau.

«In fünf Wochen kann ich mehr zur Spielidee sagen»

Wie Freis Spiel aussehen wird im Vergleich mit jenem Sforzas, der bei seinem Antritt das Motto «frech, offensiv, mit Power» ausgerufen hatte? «Das kann ich in fünf Wochen sagen», so Frei. Derzeit gelte es für ihn, seine Spielidee mit dem Kader abzugleichen – was Zeit brauche.