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Frauenfeld ist im Bild

FRAUENFELD. Altes und neues Frauenfeld, Vergangenes und Erhaltenes, Zartes und Knallendes – die Sommerausstellung des Kunstvereins Frauenfeld zeigt gemalte Ansichten der Stadt seit dem 19. Jahrhundert.
Dieter Langhart
Kuratorin Milena Oehy hängt ein Bild des Frauenfelder Künstlers Mark J. Huber auf; im Hintergrund Otmar Dossenbach vom Kunstverein Frauenfeld. (Bild: Donato Caspari)

Kuratorin Milena Oehy hängt ein Bild des Frauenfelder Künstlers Mark J. Huber auf; im Hintergrund Otmar Dossenbach vom Kunstverein Frauenfeld. (Bild: Donato Caspari)

Gute Frage: «Was bringt der Stadt eine Kunstsammlung, wenn die Einwohner die Bilder nicht zu Gesicht bekommen?» Stadtammann Carlo Parolari hat sie gestellt, nachdem der Kunstverein letztes Jahr die städtische Sammlung katalogisiert hatte. Seine Idee war, die diesjährige Sommerausstellung im Bernerhaus ganz dem Thema Frauenfelder Stadtansichten zu widmen.

Nach Bildhauer Otto Schilt und Maler Ernest Huber stellt der Kunstverein zum dritten Mal einen Bezug zur Stadt her. Die etwas über 50 Bilder von 27 Künstlern stammen aus den Sammlungen der Stadt, der Bürgergemeinde, der evangelischen Kirchgemeinde, der Genossenschaft Guggenhürli und des Kunstvereins – und von privaten Leihgebern, die Anfang Jahr zur Mithilfe aufgerufen worden waren. «Ganz viele haben sich gemeldet», sagt Gastkuratorin Milena Oehy.

Geschickt gewählt und gehängt

Gestern wurde im Bernerhaus fertig ausgemessen, wurden die letzten Bilder gehängt – fast alles Gemälde und Aquarelle, damit die Ausstellung «Frauenfeld im Bild» überschaubar bleibt. Keine leichte Aufgabe für die Kuratorin Oehy, eine Kunsthistorikerin aus Zürich, die lange in Frauenfeld gelebt hat. Sie hat sie geschickt und raffiniert gelöst.

So vereint ein Raum lauter Ansichten des Schlosses. Da hängt ein grosses Gemälde Franz Lochers, der 1941 die Thurgauer Künstlergruppe mitbegründete, und eine kleine Bleistiftzeichnung von Elise Oetiker-Vogel aus dem Jahre 1837 – das älteste Exponat –, aber auch ein Bild von Gabi Kaltenböck aus Frauenfelds Partnerstadt Kufstein.

Eines der Ölbilder ist leicht defekt. Franz Locher hat «Frauenfeld im Frühling» um 1947 gemalt – als Dekoration für das Schaufenster des Warenhauses Brockmann im Zürcherhaus. Hier ein Bild Luigi Dainesis (er lebte von 1963 bis 1993 in Frauenfeld), das in seiner lichten Farbigkeit so italienisch wirkt, und ein untypischer Natale Sapone; da ein Mark J. Huber, der den Blick aus seinem Atelier auf die Post in Spiegelflächen auflöst.

Zeitreise durch die Geschichte

Hier frühe Veduten Otto Mörikofers; da Zeitgenössisches etwa von Antje Thiele, deren Werk «Antipode» vor zwei Jahren im Atelier des Neuen Sheds entstand – gross und ungegenständlich und das Blau des Südpazifiks einfangend; hier Panoramen der Stadt und ihrer Umgebung, da Detailansichten vom Chinesenbrüggli oder vom Haus «Bären» oder vom alten Bahnhof der Frauenfeld-Wil-Bahn am Marktplatz oder vom Schlössli Huben – lauter Bauten, die verschwunden sind.

Die Ausstellung im Bernerhaus am Bankplatz (das als «Haus zur Gedult» auf einem Aquarell Ernest Hiltenbrands zu sehen ist) wird so zu einer Reise durch die Geschichte Frauenfelds. Neben den realistischen Darstellungen des Alltags einer Stadt sind auch ausdrucksstarke Interpretationen zu sehen: neben Huber auch bei Guido Ruppert oder in Josef Felix Müllers «frauen feld».

Martha Haffter zentral

Als Höhepunkt der Ausstellung bezeichnet Milena Oehy die Auswahl von Werken der Frauenfelderin Martha Haffter: zahlreiche Sujets, die den ortskundigen Frauenfeldern bekannt sein werden.

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